Der dannwollenwirmal-Überraschungs-Basteltip

Als kleine Überraschung für die Lieben zuhause, als Geschenk für Freunde oder Kinder oder einfach nur als Aufmerksamkeit: der dannwollenwirmal-Basteltip passt heute für viele Gelegenheiten und ist auch für Anfänger geeignet. Das Besondere: erst am Ende erkennt man, was es nicht geworden ist.

1. Das Obholz auftrennen, parallel besäumen und an allen Seiten anfasen.

2. Die Abgratung mit der Dexel aufschnüren und als Klauenverbindung ausführen.

3. Mit dem Streichmaß die Besäumung zurechtbeiteln und mit der Schmiege auf Maßhaltigkeit prüfen.

4. Ist der Baluster zu bauchig, die Aufschüsselung mit dem Breithobel entfernen.

5. Die Intarsien mittig im Flachschnitt mit dem Geißfuß schnitzen.

6. Am Hirnholz beidseitig eine Kehle kröpfen.

7. Die bereits prismierten Ecken über die Zapfen gleichmäßig aufdolden.

8. Die Volute wird an der Zahnschnittleiste polygon aufgegattert. Hier sorgfältig vorgehen! Nicht dass es zu Thixotropie kommt!

9. Zur Endbehandlung die Appretur gleichmäßig aussintern.

10. Bei ausreichendem Füllwert die Blattnuten fluatieren, karbonisieren und gleichmäßig verkieseln. Fertig 🙂

Und, liebe Leser, was ist es geworden?

Bin also doch Autoexperte!

Liebste Leser, die Sonne brennt, der Schweiß rinnt, und im Grunde könnte ich mir nichts schöneres vorstellen als auf einem stickigen Dachboden oberkörperfrei Glaswolle zwischen die Sparren zu proppen. Geht aber grad nicht, der Dachboden ist ja bekanntlich schon fertig und Glaswolle ist auch grad nicht zur Hand. Es ist auch eigentlich zu warm für jegliche handwerklichen Tätigkeiten, außer in einer abgedunkelten Kellerwerkstatt. Ich nehme an, der Kollege von Kellerwerker hobelt und rapselt, dasss die Späne fliegen! Und ich so? Okay, ich habe ein Auto gespachtelt und lackiert! Zum Glück nicht mein eigenes! Der Firmen-Sprinter war ja schon kurz vorm Autofriedhof, doch wir dachten uns, eine Saison muss er (mindestens!) noch, aber diese Rostflecken, da müsste man schon irgendwas tun…

Dieses Projekt hätte ich hier auch ausführlich vorgestellt, wenn das Endergebnis, sagen wir mal, den hohen Qualitätsansprüchen von dannwollenwirmal genügt hätte. Nicht falsch verstehen: es ist nicht direkt schlecht geworden, aber eben auch nicht direkt gut. Ich führte mir ein Youtube-Tutorial zu Gemüte, welches mich über die einzelnen Arbeitsschritte ausführlich aufklärte: Zunächst die Rostflecken großzügig schleifen, dann den Schleifstaub mit Silikonentferner entfernen; dann Rostumwandler auftragen, acht Jahre trocknen und einwirken lassen, dann kommt der Grobspachtel, zwölf Jahre trocknen lassen, Schleifen mit Körnung 300, 200, 400.000 und 2,5 Millionen, Silikon entfernen mit Schleifstaubentferner, ach, bei großen Löchern die Reparaturbox mit Glasgewebevlies einarbeiten, braucht leider eine Trocknungszeit bis Ostern, Schleifen, entfernen, dann Feinspachtel, Schleifen, Entfernen, SchleifenSchleifenSchleifen, Körnung 0815 und 4711, Schleifen, entfernen, ganz wichtig, entfernen, irgendwas muss immer entfernt werden. Dann kommt Filler! Oder Füller oder Völler, der muss mit 22 verschiedenen Körnungen geschliffen und entfernt werden. Nach einer Trocknungszeit bis zum Rentenalter kommt dann der Lack. Die Farbnummer findet man im Inneren des Auspuffrohrs. Dieses muss bei Neumond in einer sternenklaren Nacht, wenn der Ochse im Zenit des Merkur steht, von einem Wahrsager aus dem Rohr ausgelesen werden. Für ein korrektes Ergebnis muss ein Schalmeienspieler dazu den Ententanz in Fis-Moll spielen. Mit einer Dechriffiermaschine aus dem zweiten Weltkrieg kann man dann die korrekte Farbnummer aus der achtzigstelligen Geheimcode herausinterpretieren.

Trotz des Schalmeienspielers erwies sich der ausgewählte Lack als etwas zu hell und leuchtend. Vielleicht, weil der Sprinter schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, selten gewaschen wird und daher die Grundlackierung nicht wirklich „Arktis-weiß“ ist, sondern mittlerweile eher „Nikotin-Rauhfasertapete“. Und eine Sprühdose bleibt eben auch eine Sprühdose. Mit Kompressor und Spritzpistole hätte man da sicherlich, naja, hätte hätte hätte.

Auch die Spachtelei habe ich angesichts des Zeitfensters etwas reduziert. Die Karre braucht nun wirklich keinen Feinspachtel und Filler. Das wäre ja so, als würde man in der Ruinenstadt Pompeji das tapezieren anfangen. Die 22 Jahre Trocknungs- Schleif- und Entfernzeit für Filler hatte ich außerdem einfach nicht. Also gab es normalen Spachtel, Schliff, Silikonreiniger und dann eben den Sprühdosenlack. Darauf kommt dann ein Klarlack und (tatsächlich ohne Trocknungszeit) darauf ein Beispritzlack, damit man die Übergänge zwischen alter und neuer Lackierung nicht sieht. Das Ergebnis ist verblüffend: Die Übergänge sieht man tatsächlich ganz ausgezeichnet.

Naja, es ist schon okay – Ziel war schlieißlich, den Rost einzudämmen, und das Fahrzeug sieht nun schon etwas gepflegter aus als vorher. Das kommt aber auch daher, dass alles eine Verbesserung ist, selbst wenn ich Laminat draufgeschraubt hätte. Vielleicht gleicht sich neuer und alter Lack irgendwann etwas an, sei es durch Wäsche, anhaltende Verstaubung oder eine Gerölllawine.

Alles wird gut. Und wenn der Rost wieder durchkommt, schraube ich wirklich Laminat drauf. Da gibt’s ja auch ganz moderne und flotte Designs mittlerweile. Prost!

 

 

Dreifinger-Willi und Mottek-Klaus

Wie sag ich immer gern? Achja: Wenn erstmal Farbe drauf ist, wird alles gut! Und so ging es diese Woche munter ans lackieren des in der letzten Woche vorgestellten Rednerpultes. MDF-Platte lackieren ist etwas speziell, vor allem die Kanten sind stark saugend und daher musste ich in mehreren Etappen vorgehen. Bevor es jedoch ans lackieren ging, mussten zunächst die Schrauben gespachtelt werden. Die Löcher wurden mit einem Senker gesenkt, so dass die Schraubenköpfe weit genug im Holz verschwunden sind und es noch genug Luft für den Spachtel gibt. Gespachtelt habe ich mit einem 2K-Spachtel, sprich der Grundstoff (eine Komponente) wird mit einem Härter (zweite Komponente) gemischt.

Bohrlöcher säubern

Die zu spachtelnden Teile werden erstmal mit einem Pinsel vom Staub befreit und dann der Spachtel in kleinen Mengen angerührt und mit einem Kunststoffspatel aufgetragen.

Spachtel auftragen

Nach Aushärtung wird das Ganze dann geschliffen. Da der Spachtel ein wenig einfällt, habe ich diese Prozedur drei mal wiederholt, bis auch wirklich alles schön glatt ist.

Schleifen

Am Schluss werden alle  Flächen und Kanten mit einem feinen Papier angeschliffen und sind nun bereit für die erste Lackierung. Man kann hier nicht direkt den Finish-Lack auftragen sondern einen Vorlack, der Füllstoffe enthält und dafür sorgt, dass die Endbeschichtung gut hält und ebenso gut deckt.

Erste Vorlackierung

Den Vorlack habe ich mit der Spritzpistole aufgetragen, die Kanten wurden zusätzlich mit einer schmalen Schaumstoffrolle gerollt.

Nach Trocknung wird das Ganze am nächsten Tag mit feiner Körnung (240) angeschliffen und es folgt die zweite Vorlackierung, die nach Trocknung wieder mit 240er Papier angeschliffen wird. Nach jedem Schleifen muss der Schleifstaub mit Luftkompressor und Lappen entfernt werden.

Als Oberflächenlackierung wurde mir ein 2K-Lack empfohlen. Ähnlich wie zuvor der Spachtel wird dieser mit einem Härter angerührt und dann mit der Spritzpistole aufgetragen. Der Lack ist relativ dünnflüssig und verteilt sich gut. Durch die Dünnflüssigkeit kann man aber auch leicht zu viel aufragen. Hier wird dann mit der Schaumstoffrolle nachgerollt, und wenn man es nicht zu spät macht, verteilt sich das Ganze noch gut und man sieht keine Rollspuren. Ein zusätzlicher Klarlack wird bei diesem Produkt nicht benötigt und ich denke, auch auf eine zweite Lackierung kann ich verzichten, denn das Ergebnis ist wirklich gut geworden:

Fertige Oberfläche

Lackierte Frontblende

Der 2K-Lack ist robust und durch den Härter auch ausreichend Oberflächenhart gegen Stöße und Kratzer. Es sieht tatsächlich aus wie ein glänzendes Möbelstück und fühlt sich auch ebenso gut an. Es werden nun noch Füße unter das Pult gebaut und ein paar Zusatzteile wie Kabeldurchführung und Mikrofonhalter, und fertig ist das Schätzchen!

Apropos Schätzchen: Ich habe ja hier im Blog lange darüber lamentiert, dass meine Blechschere weg ist und hatte auch viele Freunde, Verwandte und Blogleser in Verdacht! Nun ja, ich muss zähneknirschend zugeben: Ich habe sie wiedergefunden. In einem Maurerkübel, unter Gipskartonresten und anderem Unrat, habe ich sie beim Aufräumen entdeckt:

Da isse ja!

Also Leute, ein großes Sorry geht raus an:

Lollo, Toni, Bauschaum-Rolf, den Schmalen, Motteck-Klaus, Kawennzmann, Abfluss-Olli, Jobi, Hübi, Garsti, Forellen-Anton, Dübelklopper-Fred, Ein-Phasen-Ernie, Ratti, Kerli, den Unfassbaren, Dreifinger-Willi, Zwei-Promille-Andi, Schnitzelgerd, Schwitzi, Schweißi, Froschgesicht, Propellerbein, Weißwein-Maddi, Unfall-Ulf, Rohrverstopfungs-Siggi, Erbsengünther, Schorsch, Rapsmeister, Wacholder-Sepp, Kabelhannes, Seppelbumsi, den Ratlosen, Holzbruch-Werner, Malli, Dause und Schaluppke.

Das als Geisel einbehaltene Werkzeug bringe ich die Tage zurück. Und Fredi, das mit Deiner Frau war nicht so gemeint. Wolli, Dein Insulin bekommst Du jetzt auch zurück. Berni, den Anwalt hab ich zurückgepfiffen.

Ich geb dann demnächst mal einen aus…

 

 

Reden ist silber…

Wie letzte Woche bereits angekündigt, sind wir in der Firma nun mit dem Projekt „Rednerpult“ angefangen. Da Inspiration ja immer das A und O ist, habe ich das Rad nicht neu erfunden, sondern ein bereits existierendes Modell als Grundlage genommen. Nicht kopiert! Nur inspiriert.

Im CAD-Programm wurde ein 3D-Modell davon gezeichnet und dann die einzelnen Bauteile nummeriert und auf die Grundplatte zeichnerisch übertragen. Das Material ist eine 22mm starke MDF-Platte. Sie ist ideal zum Möbelbau, man kann die Kanten lackieren (im Gegensatz zur furnierten Spanplatte) und sie ist mit rund 10,-€ pro Quadratmeter auch nicht besonders teuer.

Neben der Gesamtansicht des Pultes von oben, seitlich, vorne und isometrisch habe ich also einen Bauteilplan erstellt sowie einen bemaßten Bauplan für jedes einzelne Teil.


Zeichnungen der Bauteile

Übersichtszeichnungen

Die einzelnen Bauteile wurden dann auf die MDF-Platte übertragen und mit der Handkreissäge und Führungsschiene ausgesägt:

Bauteile aussägen

Das Pult besteht aus drei Teilen: Ein Oberteil und ein Unterteil, über eine Zwischenplatte miteinander verschraubt, und eine abnehmbare Frontblende. Zur Montage wurden die einzelnen Bauteile nach dem Sägen entstaubt, verleimt und verschraubt.


Verleimung der Fußteile

Die Schrauben werden dabei versenkt, damit die Köpfe schön tief liegen. Später werden die Schraubenlöcher mit 2K-Spachtel verspachtelt und geschliffen.


Treffer, versenkt!

Dazu hat sich dieser Senker als nützlich erwiesen; er wird einfach auf den Holzbohrer aufgesetzt und dient entweder zum Senken oder, andersherum montiert, als Tiefenanschlag:


Aufsatz zum Senken

Ein weiteres trickreiches Gebilde kann man sich aus Resten bauen, um beim Bohrlöcher anzeichnen auch genau die Mitte der Plattenkante zu treffen:


Anzeichenhilfe

Somit liegen die Löcher immer 11mm vom Rand und damit auf der Mitte der dahinter liegenden Plattenkante.

Wat is hier Fase?

Sämtliche Außenkanten wurden mit der Oberfräse mit einer kleinen 45°-Fase ausgestattet. Die Kanten der Platten sollte man generell anfasen oder wenigstens brechen, damit die Lackierung besser haftet. Eine allzu scharfe Kante würde zum Abplatzen des Lacks führen. Eine Kantenbearbeitung mit der Oberfräse verleiht, finde ich zumindest, den Bauteilen noch einen zusätzlichen professionellen Touch 😉 Wer keine Oberfräse hat, kann auch einen Fasenhobel benutzen:


Fasenhobel von oben…


…und von unten

Der hier gezeigte Hobel schafft eine Fase von 45° mit verstellbarer Stärke.

Zwischendurch habe ich schon ein wenig mit der Lackierung experimentiert. Als Lackaufbau, geraten vom Fachberater, gibt es zunächst einen (oder vermutlich eher zwei) Anstriche mit Vorlack, dann wird fein geschliffen und danach eine Endbeschichtung mit 2K-Buntlack in cremeweiß. Ob dann noch ein Klarlack drüber muss, werde ich dann sehen. Auf einem Reststück habe ich mich schonmal mit dem Vorlack versucht, das Ergebnis ist schon erstaunlich gut, auch die stark saugenden Plattenkanten werden gut gefüllt:

Vorlack


Da steht es!

Hier nun das fertig montierte Pult. Die vordere Blende ist abnehmbar und es wird noch eine zweite geben, in die ein 40″-Screen eingebaut ist, um z.B. Firmenlogos o.ä. zeigen zu können.

Rückseite

Auf der oberen Platte gibt es eine Kabeldurchführung sowie zwei Halterungen für Mikrofone, sowie unten ein Ablagebord für Laptop oder ähnliches.

Das Pult ist wirklich ein Schmuckstück geworden und ich bin schon gespannt, wie es dann mit Lackierung aussieht. Und selbst gemacht spart auch viel Geld: Während so ein Pult fertig gekauft einen mittleren vierstelligen Betrag kostet, sind wir bislang bei Materialkosten von rund 150€ (50€ Holz, 100€ Lack).

Also, nächste Woche wird lackiert, Euch bis dahin schöne Pfingsten! Ich fahre jetzt wieder zelten! Muss nur noch schauen, wie ich das nötigste Werkzeug (Rüttelplatte, Bohrhammer, was man halt so braucht) ins Auto bekomme. Bis nächste Woche!

 

 

 

Zwischenstop

Nach dem Tatendrang von letzter Woche gibt es heute mal nur ein kleines Lebenszeichen. Die Terrasse ist wieder möbliert, die Fensterläden hängen wieder (nächste Streichung 2020? Oder hält es nun länger? mal sehen!) und dennoch habe ich noch zwei Handvoll To-Do’s im Außenbereich. Wird schon noch.

Im Hauptberuf habe ich mir ausgedacht, dass wir mal ein Rednerpult bauen wollen. Ich denke, das werde ich ab nächster Woche mal hier im Blog dokumentieren, von der Planung über Zuschnitt, Montage und Lackierung. Man darf also gespannt sein. Vielleicht wird das auch alles nix, ich denke aber schon. Holzwurm C. macht die Dinge, bei denen es auf die Millimeter ankommt, das liegt mir nicht so, ich bleibe lieber im Zentimeter-Bereich. Dafür denke ich mir die kranken Dinge aus und werde später dann die Lackpistole schwingen. Irgendwas kann jeder gut: In diesem Fall schlau rumlabern und hinterher dick Farbe draufschmieren. Läuft doch 🙂

Soweit also nur kurz für heute – Euch allen eine schöne Woche und bis nächsten Sonntag!

 

 

 

Volles Programm

Gestern, also am Samstag, habe ich dann tatsächlich mal richtig was geschafft rund um Heim und Garten. Von den Dingen, die ich mir vorgenommen habe, kann ich die meisten als erledigt abhaken. So habe ich beispielsweise die Fensterläden neu gestrichen.

Vor etwa zwei Jahren habe ich die Dinger gebaut (siehe hier!), und nun sehen die unteren allmählich unschön aus und vertragen einen neuen Anstrich. Ist die Zeit okay für Holz im Außenbereich? Mir fehlt da bisher die Erfahrung, ich denke aber zwei Jahre sind schon in Ordnung. Glücklicherweise sind die Läden im ersten Stock noch nicht dran (komischerweise sehen die noch gut aus), ich wüsste auch gar nicht, wie ich die abnehmen sollte, schwer und sperrig wie sie sind. Mit der Leiter oder aus dem Fenster? Keine gute Idee. Und ohne sie abzunehmen, direkt an der Fassade streichen…da hätte ich angst, dass mir ein dicker Tropfen grüner Farbe quer über die Fassade weht und nie mehr ab geht.


Neubegrünung

Auch wurde ich damals gewarnt, die verwendete Holzart sei nicht maßhaltig (was war denn das nochmal? Kiefer? Weiß das noch einer? 🙂 ); hier und da hat es sich ein bißchen verzogen, aber für Fensterläden allemal akzeptabel. Beim Fenster- oder Türenbau, wo es auf den Millimeter ankommt, würde ich allerdings ein maßhaltiges Holz verwenden.

Vor dem Anstrich wurde einem angeschliffen und dann mit Pinsel und schmaler Schaumstoffrolle die neue Farbe aufgetragen. Das muss ich nun wohl etwa alle zwei Jahre machen, aber das werde ich wohl schaffen.


Auch der Zaun kommt dran!

Und wo ich schon grad beim Pinseln bin, erhält auch meine Kellertreppenumrandung (die ich vor vier Jahren gebaut habe, sie hier) einen neuen Anstrich. Der Lack hat hier also deutlich länger gehalten, das kann einerseits daran liegen, dass der kleine Zaun direkt am Haus nicht so der Witterung ausgesetzt ist wie die Fensterläden an der Fassade, oder vielleicht auch ein wenig daran, dass die Läden gespritzt und der Zaun gerollt wurde? Beim Spritzen dringt die Farbe wohl einfach nicht so tief ins Holz wie beim Rollen oder Pinseln. Wenn die Fensterläden jetzt (nach dem Rollen) auch vier Jahre halten, stimmt die Theorie.


Holzterrasse pimpen

Ebenfalls vor vier Jahren habe ich die Holzterrasse gebaut (siehe hier), die wurde nach zwei Jahren bereits nachgeölt und war nun dementsprechend wieder dran. Nach dem groben Abfegen bin ich mit Hochdruckreiniger und Dreckfräse ans Werk gegangen; die Dreckfräse, für alle die es nicht kennen, ist ein Aufsatz für den Hochdruckreiniger, durch den der Strahl rotiert und die sehr effizient reinigt. Und so wurden die Rillen in den Dielen auch richtig schön sauber.

Nach dem Trocknen habe ich dann rundherum Pappstreifen zwischen Dielen und Steinkante gesteckt, damit ich nicht das Umfeld mitöle, und mit einem Quast am Malerstiel wurde dann das Öl (hier: Osmo Lärchenöl) gleichmäßig aufgetragen.


Terrasse ölen

Beim Kauf des Öls im Holzfachhandel entspann sich übrigens folgender Dialog:

„Zu dem Öl nehme ich dann noch den Flächenstreicher. Oh, Moment, kostet der wirklich 25 Euro?“
„Ja, der ist leider so teuer…“
„Und wenn ich jetzt einen einfachen Tapezierquast nehme?“
„Ganz ehrlich? Ich denke, das geht genau so gut.“

Und so war es dann auch. Letztes mal habe ich mir tatsächlich den teurer „Flächenstreicher“ gekauft (der ist natürlich mittlerweile hart geworden, wie alle meine Pinsel). Diesmal der einfache Quast für ein Fünftel des Preises.


Vorher – nachher

Hier noch der Vergleich mit und ohne Öl. Ein paar dunkle Stellen hat das Holz mittlerweile, die fallen aber in real weniger auf als hier auf dem Foto.


Zaun streichen

Zuguterletzt habe ich sogar noch den Zaun an der Straße gestrichen. Der war vorher braun, bekommt aber jetzt auch ein Schwedenrot.  Somit habe ich nun sämtliches Holz im Außenbereich auf drei Farben reduziert: weiß, moosgrün, schwedenrot. Das spart mir das Kaufen von 78 verschiedenen Farbtöpfen, die über die Jahre vor sich hin trocknen.

Außerdem habe ich gestern noch die Hecke geschnitten, eine kleine Buche gekappt, Unkraut gejätet, gefegt und gekärchert. Und abends, pünktlich, zum zwölften Hochzeitstag, die Holdeste zum Spargelessen ausgeführt.

Danach dann aber auch todmüde ins Bett gefallen.

 

Grüße aus dem Harz

Oha, heute ist ja Sonntag! Da hab ich aber um 23:26 Uhr noch so eben die Kurve gekriegt. Sonntag ohne dannwollenwirmal ist mindestens wie Buchenimitatlaminat für 2,99€: am Ende des Tages bleibt ein fahler Beigeschmack.

Ich bin beruflich im Harz. Hotel ist in Ordnung, Internet mäßig, Dusche fließt schlecht ab. Gut dass ich Heimwerker bin! Da haben die vom Hotel aber mal wirklich Glück gehabt. Habe schnell die Duschwanne rausgestemmt und den Syphon optimiert. Auch die Einhandarmatur habe ich getuned. Lässt sich jetzt leider nicht mehr abstellen. Aber wenn man die Tür zu macht hört man es kaum noch, und gut abfließen tut’s ja jetzt auch.

Sinnvoller als das Wandtattoo („Nimm Dir Zeit, um glücklich zu sein.“ WAS?!?) wäre übrigens das WLAN-Passwort gewesen. Macht sich bestimmt auch gut als Wandtattoo, von mir aus auch in geschwungenen Lettern, mit Schmetterlingen drumrum. Und nun schließe ich für diesen Post einmal mein Handy als Hotspot am Laptop an, dann wird da so viel synchronisiert und geupdated, dass das Monatsvolumen in exakt zwei Minuten komplett aufgebraucht wurde. Wo stellt man denn sowas ab? Gibt*s keine Option „Diese Internetverbindung ist nur für wichtige Dinge“? Wer das weiß, bitte in die Kommentare.


Entzückend! Wat is mit WLAN?

Zuhause habe ich große Pläne, aber man kommt ja zu nichts! Der Kärcher steht für die Terrasse bereit; ich habe auch Öl besorgt um sie endlich mal nachzuölen, außerdem Farbe um diverse Dinge nachzustreichen. Den ganzen Tag Dinge besorgt aber sonst nichts geschafft, das war dann die Bilanz. So viel zum faden Beigeschmack am Ende des Tages. Schöner Tippfehler: Es bleibt ein fader Beingeschmack. Doch ich schweife ab.

Der Rasen muss gemäht werden. Der Sandkasten soll eventuell auch weg. Aber was mache ich mit einer halben Tonne Sand? Nachts zum Nachbarn rüberschaufeln? Pflastern macht man ja auch eher mit Kies und Schotter, oder? Demnächst wird sicherlich gepflastert. Dieses Jahr, oder nächstes, mal sehen. Ich traue mich nur noch nicht so ans Gefälle ran, und überhaupt, das Ganze gerade zu kriegen…

Mein Datenvolumen ist nun derartig gedrosselt, dass ich nur noch etwa einen Buchstaben pro Minute eingeben kann und ich nun wirklich Angst haben muss, dass die Verbindung irgendwann ganz abbr

 

Verkaufsanzeige

Wir verkaufen unser Einfamilienhaus in der Neubausiedlung Weserwerft.  Es handelt sich um 220 qm Wohnfläche und 380 qm Grundstück. Das Haus wurde von uns als Rohbau vom Generalunternehmer Hofservice Bramöller übernommen und wir haben es seit 2012 komplett in Eigenleistung fertiggestellt.

Über einige kleinere Unzulänglichkeiten und Schönheitsfehler möchten wir den zukünftigen Besitzer bereits im Vorfeld informieren. So läuft das gesamte Stromnetz durch einen Anschlussfehler in der Elektrik auf 400 Volt. Das ist allerdings kein Problem für Heizaggregate, die meisten Kreissägen und Industrieautomaten. Den Anschluss kleinerer Geräte sollte man allerdings vermeiden. Auch die Steckdose in der Garage würden wir nach dem Schwelbrand nicht mehr benutzen.

Die Wasserversorgung im Haus beruht auf einem Unterputz-Gardena-System mit einer Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten. Es gibt eine kleine Undichtigkeit in der Küche, hier muss man etwas aufpassen, weil der Fußboden aus Gipskarton ist und Feuchtigkeit nicht gut verträgt. Zur Warmwassergewinnung befindet sich ein 50m-Gartenschlauch auf dem Dach, der dort schleifenförmig auf der Südseite verlegt ist.

Apropos Dach: Die Dacheindeckung mit OSB-Platten hat sich im Nachhinein nicht als komplett regenresistent erwiesen. Erfahrene Bastler können hier jedoch problemlos mit Folie und Tacker Abhilfe schaffen. Die Stellen, auf die man dort wegen Einbruchgefahr nicht treten sollte, haben wir mit „X“ markiert. Jedenfalls die meisten.

Das Haus ist leider nur teilfundamentiert, sprich das Fundament hat sich im Laufe der Zeit geteilt und daher gibt es in einigen Außenwänden etwa handbreite Risse. Da diese Risse immer etwas in Bewegung sind, müsste etwa alle ein bis zwei Jahre im Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer neu tapeziert werden. Dann sieht man sie auch nicht mehr.

Die Zimmerbeleuchtung erfolgt wegen der überall anliegenden erhöhten Spannung mit Metalldampflampen, die man von Flutlichtanlagen kennt. Die brauchen zwar etwa zehn Minuten, bis sie ihre vollständige Helligkeit erreicht haben, sind dann aber stark wie ein Leuchtturm.

Geheizt wird das Haus mit Fernwärme, sprich die Wärme ist fern, also irgendwo anders, nur eben nicht hier. Gute Erfahrungen haben wir gemacht mit Backofenklappe-auflassen und Toaster-im-Dauerbetrieb sowie mit dem Verbrennen förmlicher Schreiben des örtlichen Bauamtes.

Durch eine Fehlbestellung haben sämtliche Fenster die Griffe außen. Aber man gewöhnt sich daran. Als Dachfenster sind ebenfalls normale Fenster verbaut, allerdings mit Griff innen. Der Flügel wird dann einfach geöffnet und auf die Dachfläche gekippt. Auf der Südseite gibt es ein Panorama-Fenster. Also, im Grunde ist es eine Tür. Ja, es ist eine Tür.

Das Haus verfügt über einen Wellnessbereich mit Pool. Dieser befindet sich im Keller, in dem zuverlässig ein Grundwasserspiegel von etwa 1,70m steht. Hier kann man täglich seine Bahnen ziehen und auch die Wasserratten, die gelegentlich auftauchen, sind eigentlich possierliche Tierchen, die selten beißen. Sie verstehen sich auch gut mit der Marderfamilie in der Zwischendecke.

Als Preis haben wir uns 450.000 € Euro vorgestellt, selbstverständlich provisionsfrei. Das Haus könnte nach Unterzeichnung des Kaufvertrages innerhalb von zwei bis drei Wochen freigestellt werden. Wir bauen uns nämlich ein neues, direkt nebenan!

 

Der Esstisch

Unser nächstes Projekt im trauten Heim wird aller Voraussicht nach ein neues Ess-Ensemble. Der Esstisch ist schon etwas in die Jahre gekommen, und sobald sich mehr als sechs Leute daran einfinden, müssen wir ihn mit obskuren Beistell-Konstruktionen erweitern. Außerdem hat er eine große braune Brandspur, und das kam so: Zur schwägerlichen Hochzeit gestaltete ich ein Frühstücksbrett/Schneidbrett mit eingebrannter Widmung. Damit der Lötkolben nicht den Tisch beeinträchtigt, legte ich ein Glas darunter. Kann ich an dieser Stelle also mal ausdrücklich nicht empfehlen, denn das Glas leitet die Hitze akkurat an das darunterliegende Material weiter. Und so kam es, dass das Hochzeitsgeschenk quasi den Esstisch zerstörte. Das Brett selber hielt dann übrigens nicht mal eine Woche, weil es „versehentlich“ in die Spülmaschine getan wurde 😉

Ein Blick ins Möbelhaus verriet: Ein Esstisch in der gewünschten Größe (Acht Personen sollten schon dran gehen) ist relativ kostspielig. Daher entspann sich die Idee, einen solchen selber zu bauen. Man könnte doch da mit etwas Stahlbeton…?

Eine hübsche Anleitung zur Inspiration fand ich auf selbermachen.de. Ein Esstisch der Größe 80×220 cm liegt da bei Materialkosten von rund 220 Euro. Die großen Tischplatten gibt es natürlich auch am Stück zu kaufen, in diesem Fall jedoch besteht die Tischplatte aus vier parallel gesäumten Holzbohlen aus Kiefer. Diese werden verdübelt und verleimt und dann geschliffen und mehrfach lackiert, so dass es am Ende wohl tatsächlich annähernd wie eine Platte aussieht. Cool wären sicher auch alte Holzbohlen; vielleicht doch nochmal im Antik-Baustoffhandel vorbei schauen?

Ob ich das genau so nachbauen werde, weiß ich noch nicht, aber Lust, sowas selbst zu machen, hätte ich ja schon. Vielleicht könnte ich dann auch meine Oberfräse und die Dübelfräse mal wieder in Aktion bringen, die ehrlich gesagt seit dem Fensterladenprojekt vor zwei Jahren ihr Dasein im Keller fristen.

Etwas merkwürdig an der Anleitung finde ich, dass nirgendwo Leim genutzt wird, sondern alles mit Konstruktionskleber, teils plus Schrauben, verbunden wird. Beispielsweise werden die vier Holzbohlen für die Tischplatte gedübelt und dann mit Konstruktionskleber verbunden. Vom Gefühl her hätte ich hier jetzt eher Bauschaum Leim genommen? Liebe Leser, gerne dazu Eure Meinung in die Kommentare. Ich werde jetzt nochmal etwas drüber schlafen, und wenn ich einen neuen Esstisch habe, lade ich Euch natürlich alle zum Mettigel-Essen ein. Mahlzeit!