Schwungvoll in den Untergrund

Schlechte Nachrichten: Die letzte Woche angekündigten Seminare sind mittlerweile alle restlos ausgebucht. Auch die Zusatztermine für „Pfuschen für Anfänger“ waren innerhalb kürzester Zeit voll. Vielleicht ergänze ich nächstes Jahr die Reihe noch mit den Themen „Doofe Stellen – vertäfeln oder ein Bild davor hängen?“ oder „Das ham wir immer so gemacht – Totschlagargumente für die Bauaufsicht“. Für mein Liveprogramm „Leser fragen – dannwollenwirmal antwortet“ suche ich im Übrigen noch einen Tourneeveranstalter…

Dieses Wochenende habe ich ein paar Tage an der See verbracht, natürlich nicht ohne auch hier das Werkzeug zücken zu dürfen! Es begab sich nämlich so: Auf dem Balkon der Ferienwohnung ergriff ich schwungvoll die Zeitung, auf der mein Handy lag, dieses fiel dann ebenso schwungvoll in die klassische Ritze zwischen den Terrassenbohlen:

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Da unten ist es irgendwo!

 

Was tun? Angel-Experimente mit Gabel und Schere führten nicht zum Erfolg. Es blieb nur, die Bohle aufzuschrauben. Hätte ich doch nur den Werkzeuganhänger mitgenommen! So hatte ich nichtmal einen Torx dabei (Schande über mich!) und musste tatsächlich beim Hausmeister vorstellig werden:

„Sie können da doch nicht rumschrauben! Ich glaub, es geht los!“
„Ich hoffe, es geht los!“
„Was meinen Sie wohl wer Sie sind?“
„Ich bin der … ähh .. ich bin der Heimwerkerkönig!
„Das ist doch der Typ von Youtube!“
„Dann bin ich halt das Heimwerkerprinzchen?“

Naja, so ähnlich hätte sich ein Dialog zutragen können. Tatsächlich erhielt ich aber ohne Diskussion das passende Werkzeug und machte mich an die Arbeit:

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Endlich werkeln!

War gar nicht so einfach – ein hoch auf Torx, denn eine Kreuzschraube hätte man nicht so ohne weiteres rausbekommen, denn die saßen alle ganz schön fest. Auf jeden Fall konnte ich eine Bohle losnehmen und das Handy retten. Hm, da lagen noch ganz andere Sachen drunter! Medikamente, Spielsteine, Chips, ganz viel Sand…

Da jetzt jobmäßig die heiße Phase vor der Tür steht und sich danach ein Schwedenurlaub anschließt, geht dannwollenwirmal in die traditionelle Sommerpause; diese wird natürlich wieder jeden Sonntag mit Klassikern des vergangenen Blogjahres aufgefüllt.

Allen Lesern wünsche ich einen entspannten Sommer und wir sehen uns im September wieder, voller Tatendrang und wirrer Ideen! Cheerio!

Die dannwollenwirmal-Fachtage

Die dannwollenwirmal-Sommerpause rückt mit großen Schritten näher! Da letztes Jahr einige Leser unter Entzugserscheinungen, Schüttelfrost und handwerklicher Ratlosigkeit litten, habe ich mich entschlossen, in diesem Sommer einige Live-Seminare und Workshops anzubieten. Ich bitte um frühzeitige Anmeldung, denn die Plätze sind begrenzt.

31.7.: Leben ohne Bauschaum
Es ist möglich! In diesem tiefenpsychologisch orientierten Seminar werden neue Wege des Heimwerkens gezeigt. Ganz sanft und Stück für Stück wird der Heimwerker von Bauschaum entwöhnt. In den ersten Lehreinheiten wird beispielsweise gezeigt, wie man Bilder ohne Bauschaum anbringen kann oder man ein einfaches Regal zumindest mit wenig Schaum herstellt. Die Fortgeschrittenen versuchen dann, mehrere Tage ohne Schaumanwendung auszukommen. Über die Erfahrungen wird danach im Stuhlkreis gesprochen. Es darf auch mal geweint werden! Gruppendynamische Rollenspiele runden das Seminar ab. Zielgruppe sind Bauschaumsüchtige aller Altersklassen.

7.8.: Rigips-Yoga
Beim Rigips-Yoga geht es um tiefenentspannte Übungen an, auf und mit der Gipskartonplatte. Wir fühlen in den Karton hinein und nehmen seine positiven Schwingungen auf. Das liegen und sanfte hin- und herrollen auf der Gipsplatte entfesselt Energieströme und löst gedankliche Blockaden. Ein Bad in Gipsverschnitt reinigt Körper und Geist. Bei den Horchübungen wird das Ohr auf einen Gipskartonstapel gelegt und tief ins Material hineingefühlt. Gastreferent Maurermeister Otto Lübben spielt dazu auf der Mörtelkübel-Klangschale; außerdem gibt es Entspannungsmusik (Bob der Baumeister). Jeder Teilnehmer bringt bitte eine Einmannplatte als Yogamatte mit.

14.8.: Pfuschen für Anfänger
Wer ständig unter Perfektionszwang leidet und jedes Hölzchen hundert mal nachmisst, ist hier richtig aufgehoben. Wir lernen beispielsweise gemeinsam, wie man mißlungene Fußleisten-Gehrungsschnitte mit reichlich Acryl kaschiert. Dann streichen wir eine Wand so dick, dass man die Tapetennähte kaum noch sieht. Weiterhin wird gezeigt, wie man einen Syphon schon mit sechs bis acht Kartuschen Silikon abdichten kann und warum eine elektrische Erdung oftmals völlig überbewertet wird. Gerne können die Teilnehmer ihre allzu perfekten Vogelhäuschen, Regale oder andere Basteleien mitbringen, die wir dann gemeinsam verpfuschen und ihnen so einen individuellen Touch verleihen können.

21.8.: Rhetorik für Heimwerker
Ein wahres Highlight der Seminarreihe ist das Rhetoriktraining für Heimwerker. In mehreren Lernabschnitten wird dem Heimwerker unter dem Motto „Geh wech, lass mich da ma ran!“ die richtige Ausdrucksweise nähergebracht. Grundlage bildet das dannwollenwirmal-Heimwerkerlexikon. Vokabeln wie tönstern, jackeln, Mumpe oder prokeln werden in alltagstaugliche Sätze eingebettet. Die Stimme wird auf eine gewisse Lautstärke trainiert, um den Mitmenschen vermeintliche Weisheiten auf imposante Art und Weise mitteilen zu können („Inne Starkstromdose brauchse kein Null anklemmen! HammwanochNIEgemacht!“ oder „Hauma raus den Stein! Ja sicha hält dat! Kann doch nich weg!“) Das passende Herumfuchteln mit Werkzeug untermauert als weitere Lehreinheit die rhetorischen Fähigkeiten. Die Teilnehmer werden gebeten, das dannwollenwirmal-Heimwerkerlexikon in der aktuellen Ausgabe mitzubringen, dieses kann aber auch, falls nicht vorhanden oder zu abgenutzt, vor Ort erworben werden.

Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen! Alle Seminare finden im Binford-Werkzeugladen (Harrys Toolshop) in Werste statt. Für das leibliche Wohl werden elf Spanferkel gegrillt. Mahlzeit!

 

 

Boykott!

Da gibt es ja wirklich einige Poolexperten in meiner Leserschaft; danke für Eure Tips! Ich habe den von Hans befolgt: Den Algenklitsch in den FP-100-Sprühvogel füllen und dann den Schuppen in algengrün tünchen. Ja, ich mache dann Bilder.

Naja, erstmal habe ich mir aber dann doch eine Tauchpumpe geliehen:

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Tauchpumpe

Was soll eigentlich dieser Schwimmschalter? Schreit der nicht geradezu danach, manipuliert zu werden? Damit der tatsächlich oben schwimmt, muss das Wasser ja schon fast einen Meter tief sein. Ich sehe diese Dinger immer nur hochgebunden oder anderweitig fixiert. (An dieser Tauchpumpe ist übrigens auch ein Kabelbinder…)

Eigentlich habe ich mich aber gar nicht so viel mit dem Pool beschäftigt, denn es war wieder Fensterzeit. Und da ich ja nicht nur gute Tips von den Lesern bekomme, sondern manchmal sogar Werkzeug, habe ich heute dieses Kästchen ausprobiert:

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Glaserwerkzeug

Der gute Tom hat mir eine hübsche Sammlung von Kittmessern, Glasschneidern und sonstigen Glaserutensilien geliehen, also bin ich endlich das zweite noch zu erneuernde Fenster angegangen:

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vorher

So sah es vorher aus. Jaaaa, das Loch habe ich mit Dämmstreifen vom Trockenbau geflickt! Darf ich nicht auch mal pfuschen?! Ich sehe Eure vorwurfsvollen Blicke genau!

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Aushaumesser

Zur Kittentfernung habe ich mir dann ein Aushaumesser aus der Schatulle genommen, damit ging der alte Kitt gut raus und nach dem Anschleifen konnte dieser dann erneuert werden. In der Schatulle habe ich auch dieses nützliche Ding gefunden:

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nützliches Ding

Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, wie es heißt, aber damit lässt sich der Kitt hervorragend in die Falz drücken (letztes mal habe ich ja noch Knetwürste geformt, das geht so aber deutlich eleganter!). Danach habe ich ein abgerundetes Kittmesser gewählt:

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Aushaumesser, Dingsbums, Kittmesser

Damit konnte ich den Kitt dann wunderbar glatt ziehen, und wenn man sich bemüht, in der Spur zu bleiben, ist das Ergebnis doch recht ansehnlich:

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Noch nicht perfekt, aber schon ganz gut. Und wenn erstmal Farbe drauf ist…

Es macht auch so viel Spaß, weil es so ursprünglich ist. So hat man das vor hundert Jahren auch gemacht, und auch als das Haus gebaut wurde, ist das wohl genau so abgelaufen. Traditionelles bauen und handwerken ist wirklich großartig, nur sieht man kaum noch jemanden, der das macht? Warum wird alles Alte verkleidet, weggerissen und versteckt? Wann habe ich das letzte mal überhaupt jemanden etwas altes anstreichen sehen? (Höchstens mal nen Zaun, okay…). Achja, und warum ist das Alte, das ‚traditionell gebaute‘ so langlebig und werthaltig? Ich denke, weil es damals noch keine Baumärkte gab. Das ganze Pfusch-Schmier-Silikon-Bauschaum-und-Mumpe-Verkleidungs-Warenangebot gab es einfach noch nicht. Man ist zum Fachhandel geritten gefahren, hat sich dort beraten lassen (da wusste man schonmal wie es geht) und hat dann noch Qualität gekauft. Oder man hat es eben jemanden machen lassen, der das Zeug dazu hat (materiell und geistig). Die Quote von Schimmelbildung, Dämmschäden oder wegfliegenden Doppelstegplatten-im-Silikonbett ist seit der Eröffnung der ersten Obi-Filiale sprunghaft angestiegen.

Soviel zu meiner These, doch ich schweife ab.

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Anstreichen

Das vor Wochen gekittete Fenster konnte ich nun auch endlich anstreichen, es dauert etwa sechs Wochen, bis der Kitt so trocken ist, dass er gestrichen werden kann (mit Leinölfarbe geht es schneller, hatte ich aber grad nicht).

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Wie neu!

Das jetzt gekittete Fenster habe ich schonmal eingesetzt, ich wollte nicht nochmal sechs Wochen ein Brett in die Öffnung tönstern. So hatte ich es bei dem anderen Fenster gemacht und trotz gut gemeinter Verkeilung ist das Brett zwei mal rausgefallen, jeweils unter gigantischem Geschepper und natürlich auch immer nachts. Also wird das frisch gekittete Fenster einfach wieder reingesetzt und dann in 6 Wochen nochmal rausgenommen zum Streichen. Bei der Gelegenheit habe ich auch die vorderen Fenster noch gesäubert, gestrichen und an einigen Stellen den Kitt erneuert.

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Geht auch: Fenster mit frischem Kitt eingesetzt

Der Kitt ist nun (fast) alle, ich habe schönes Werkzeug ausprobiert, sogar der Pool ist leer und ich fühle mich nach ‚was geschafft‘. Und jetzt werde ich die Baumärkte boykottieren (wobei, ich war heute in einem. Aber nur ganz kurz!!!)

Baumarkt-Boykott geht so: Auf die Terrasse setzen, Füße hochlegen, Arme hinterm Kopf verschränken, den Vögeln beim zwitschern zuhören. Und währenddessen nicht zu einem Baumarkt fahren. Wer macht mit?

 

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Lasuren und Algen

Danke, danke, für die vielen Reaktionen auf die Hochzeitstipps von letzter Woche. Und ja, natürlich dürft ihr das gerne als Anregung mitnehmen. Die diversen Hochzeitseinladungen habe ich erhalten. Natürlich werde ich an jeder einzelnen Feier meiner Leser teilnehmen! Ist doch Ehrensache. Ich packe schonmal das Werkzeug vor, muss nur noch kurz die Baustützen suchen…

Vorletzte Woche hatte ich ja schon vom Bort PFP 110-N berichtet und einen ausführlicheren Test angekündigt; es war nun soweit und vielleicht habt ihr es ja auch bei Euch zuhause gehört.

Denn wie bereits angekündigt, ist das Gerät relativ laut. Wer aber glaubt: „Lauter geht es ja immerhin nicht“, irrt: wenn nämlich die Farbe im Tank zuneige geht, bricht umgehend das Hölleninferno los. Durch einen mir nicht zu erklärenden physikalischen Kunstgriff verdoppelt(!) das Pistölchen seine Lautstärke, wenn der Farbsauger nicht mehr an die Farbe kommt und die Pumpe quasi leer läuft. Das ist nun keine große Kunst, da der Farbsauger meiner Ansicht nach auch etwas kurz geraten ist und bereits ab einem Füllstand von 1/3 Luft saugt. Wütend wird die Maschine dann! Knatternd wie ein Artilleriefeuer, vibriert sie in der Hand und erzeugt bei sensiblen Menschen sicherlich Herzrhythmusstörungen. Aus dem Maul spotzt sie wütend die noch verbleibenden Farbfragmente auf das zu lackierende Objekt:

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Spotz!

Wenn der Tank voll ist, arbeitet sie ja einigermaßen. Wobei sie von der Lasur schon eine ganze Menge durchgehauen hat, auch bei kleiner Einstellung. Achja, sobald die Maschine etwas schräg gehalten wird, saugt der Sauger natürlich auch ins Leere und knattert mit erhöhter Frequenz. Aber das habt ihr ja sicherlich gehört; ich denke, wenn der Wind gut steht, kann man leere BFP-110 Ns noch bis etwa 200 km Entfernung deutlich wahrnehmen.

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Das Ergebnis!

Aber wie man sieht, ist das Ergebnis einfach traumhaft geworden. Wobei das Schöne an Lasur ja ist, dass man die schon irgendwie drüberschmaddern kann, wenn es dann eingezogen und getrocknet ist, wirkt es dann doch aus der Ferne ganz passabel. Mit anderen Worten: Der Stuhl sieht jetzt nicht mehr ganz so besch… aus wie auf dem Foto.

Fazit: Gerät ist okay bei vollem Farbtank, dieser leert sich aber relativ zügig und ab etwa der Hälfte des Füllstandes ist es strenggenommen nicht mehr zu gebrauchen. Ich bleibe dann doch lieber beim Kompressor, da sitzt der Farbtank obendrauf und ich kann ihn bis zum letzten Tropfen nutzen; die Handpistole vibriert nicht und ist tatsächlich auch deutlich leiser.

Jetzt muss ich nur noch das Problem mit dem Pool lösen!

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örrggss!

Die Kinder haben das abgebildete Planschbecken mit gefühlten zwölf Kubikmetern Fassungsvermögen im Garten aufgestellt, es wurde auch schon ganze zweimal benutzt und ruht seitdem, auch angesichts des regnerischen Wetters, welches allerdings den Füllstand auch wieder verdoppelt hat. Mittlerweile haben sich possierliche Tierchen wie Kaulquappen, Algen und Seeungeheuer dort eingenistet und ich muss nun irgendwie dieses Ding leer kriegen.

Ich habe es probiert mit Eimern und etwa 20 oder 30 Eimer voll in meine Regentonnen verteilt (die aber ja auch voll sind), der Beckeninhalt wurde dadurch um exakt zwei Millimeter reduziert.

Wenn ich den Stöpsel rausziehe, schwemmt der komplette Garten auf und Grassoden treiben weserwärts. Das Kellerfundament würde unterspült; Vorteil: ich hätte mal wieder was zu bauen!

Frage: Muss ich eine Tauchpumpe kaufen? Was tue ich generell gegen Veralgung? Was frisst so ein Seeungeheuer und wo kann ich das Futter kaufen? Ist eine gezielte Sprengung die beste Lösung? Oder gibt’s da was gutes von Binford?

Also, liebe Poolbesitzer, gebt mir mal ein paar Tips ab! Ich helfe Euch auch immer mit Ratschlägen, wenn’s mal brennt! Da bin ich mir auch nicht zu schade, mal eben den Unterschied zwischen ottern und tönstern zu erklären! Da komm ich auch mal gern abends vorbei und ziehe ne Fuge Bauschaum am Schuppen lang!

Ich probier jetzt erstmal, das mit dem Mund in nen Schlauch anzusaugen. Wird bestimmt lecker. Prost!

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Vier Hochzeiten und ein Heimwerker

Dank des sommerlichen Dauerregens komme ich nicht so recht zum Werkeln und so müssen wir den angekündigten Test der Farbpistole wohl noch einmal verschieben. Wenn das Holz klatschnass ist, schneidet wohl kein Gerät mit besonders gutem Ergebis ab. Stattdessen habe ich für heute einen meiner beliebten und nützlichen Ratgeber zusammengestellt. Wir machen nämlich im Moment Hochzeits-Hopping und düsen von einer Feier zur nächsten. Allein dieses Jahr gefühlte vier Hochzeitsfeiern!

Wie man sich als Heimwerker elegant und stilsicher auf derartigen Anlässen bewegt, habe ich als kostenlose Serviceleistung für Euch zusammengefasst.

– Das Geschenk

Als Heimwerker schenkt man natürlich Werkzeug! Kann man sich überhaupt ein schöneres Geschenk als Werkzeug vorstellen? Notfalls tut es ein Gutschein von Harry’s Toolshop, persönlicher ist natürlich eine eigene Auswahl. Für ein verzücktes Strahlen auf den Gesichtern der Beschenkten sorgen natürlich Präsente mit Verbrennermotor, die man zur Geschenkübergabe direkt vorführen und damit den guten Sound präsentieren kann. Denkbar wären hier Asphaltschneider, Schleifmaschinen oder Kettensägen. Wenn das zu teuer sein sollte, kann man auf Bohrer- oder Bitsätze zurückgreifen, die, liebevoll verpackt und dekoriert mit ein paar Bohrspänen, ein universelles Geschenk darstellen. Für die Braut landet man in jedem Fall einen sicheren Griff mit nützlichen Dingen rund um den Haushalt wie Kehrblech, Gummihandschuhe oder Abflusspömpel. Da sind leuchtende Augen garantiert!

– Das Outfit

Hier sollte immer die Nützlichkeit über der Ästhetik stehen. Hochzeitskleidung sollte in jedem Fall praktisch sein, falls man auf der Feier irgendwo handwerklich zur Hand gehen muss (Zapfanlage reparieren, Türzarge richten, beim Musiker ein Kabel nachlöten – was halt so anfällt!). Ein Werkzeuggürtel mit den nötigsten Dingen ist daher unbedingt Pflicht. Ideal ist ein Blaumann! Anzüge mit Krawatte haben sich als unpraktisch erweisen, spätestens wenn man am Abfluss zu tun hat hängt der Binder schnell in der Kloake und man riecht den Rest des Abends nach Fäkalien.

– Der Empfang

Die unsichere Smalltalk-Atmosphäre des Stehempfangs kann am Besten durch ein paar laute und protzige Heimwerkergeschichten aufgelockert werden. Hier sollte man mit Superlativen nicht geizen, um möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. So kann man zum Beispiel anschaulich die Geschichte der verstopften Toilette im Urlaub erzählen. Wer es etwas praktischer mag, kann beispielsweise am Fundament des Festsaals herumkratzen, um den umstehenden Gästen zu demonstrieren, „dat hier dringend mal Drainage gemacht werden muss! Sons‘ schimmelt Euch doch die ganze Bude unterm Arsch wech!“

– Das Essen

Beim Essen nimmt der Heimwerker in erster Linie besonders VIEL. Auf Beilagen kann erforderlichenfalls vollständig verzichtet werden, fall der Platz auf dem Teller dafür nicht ausreicht. Wichtig ist, sämtliche Fleischsorten jeweils drei- bis vierfach zu platzieren. Für den Heimweg oder schlechte Zeiten sollte man sich außerdem mit reichlich Tupperdosen bewaffnen, um Vorräte mitzunehmen. Denkbar wäre auch, ganze Buffetschüsseln mit mitgebrachter Alufolie abzudecken und schonmal ins Auto zu tragen.

– Die Ansprache

Neben dem Brautpaar und dem Brautvater gebührt es natürlich auch dem größten anwesenden Heimwerker, ein paar Worte zu sagen. Durch ein mitgebrachtes Drucklufthorn mit Kompressor kann man sich notfalls die erforderliche Ruhe schaffen. Der Heimwerker sollte sodann den Hausbau (Wohnungsmiete, Hauskauf, Renovierung…je nachdem) des Brautpaars genauestens analysieren und sämtliche Schritte ausführlich darlegen sowie entsprechend kommentieren. Das sollte man sich vorher gut überlegen und auch unbedingt üben! Beispielsätze sind:

„Und dann ham’ die aber auch eine Bruchbude von Haus gekauft! Hätt ich nie gemacht. Hätt ich nie! ge! macht!“

„Hab ich dem Jürgen ja gleich gesacht, dat er den Habzollnippel nich vonne Muffe abgedreht kriecht! Aber wer nich hören will, muss fühlen!“

„Und Kerstin steht die ganze Zeit doof wie zehn Meter Feldweg daneben! Herrgott wie kann man so bräsig sein! Hätt ich doch längst gesagt, Frau, nimm dir hier den Schleifer und….“

– Der Eröffnungstanz

Vor dem Eröffnungstanz muss die Tanzfläche zwingend abgeschliffen und neu versiegelt werden. Die Gasthäuser versäumen dies oftmals und auf einer stumpfen Tanzfläche tanzt es sich schlecht. Hier ist natürlich der Heimwerker gefragt, der einen Anhänger mit den notwendigsten Werkzeugen (siehe Checkliste) dabei hat und hier tätig werden kann. Wenn man Glück hat, ist die Versiegelung bereits nach einigen Stunden trocken und es kann getanzt werden! Die Zwischenzeit kann von den Gästen dazu genutzt werden, sich den gelblichen Schleifstaub aus dem Haaren zu klopfen. Möglicherweise muss auch die Tischwäsche getauscht werden, wenn der Festsaal über keine geeignete Absauganlage für Schleifstaub verfügt.

– Der Gebäudeszustand

So wie die Trauzeugen für das Organisatorische zuständig sind, hat auch der Heimwerker seine Aufgabe: Der Gebäudezustand muss permanent wachsam im Auge behalten werden! Kleinere Renovierungsarbeiten können beinahe unbemerkt durchgeführt werden, ohne den Ablauf der Feierlichkeit merklich zu stören. Dazu gehören zum Beispiel das Nachfugen der Fliesen auf den Toiletten, die Isolationsmessung der Elektroanlage (Den ein oder anderen Stromausfall wird man Ihnen verzeihen! Es geht schließlich um die Sicherheit aller Gäste!) oder die Druckspülung der Abflussanlage. Zur Schonung des frisch geschliffenen Bodens sollte man ferner sämtliche Stühle mit Filzgleitern ausstatten! Um rationell vorzugehen, wird dabei der betreffende Gast durch ein nach-vorn-Kippen der Lehne vom Stuhl befördert, der Stuhl kopfüber auf den Tisch gestellt und die vier Gleiter druntergenagelt. Mit dieser Vorgehensweise schafft man pro Stunde etwa 25 Stühle.

– Spiele

Jede Hochzeitsfeier steht und fällt mit lustigen Aktionen und Spielchen für das Brautpaar! Auch hier ist natürlich in erster Linie der Heimwerker gefragt. Spielchen wie Baumstammdurchsägen oder Nagel-in-Balken-kloppen sind natürlich amateurhaft und eines wahren Heimwerkers nicht würdig. Meine persönliche Top-5 der Hochzeitsspiele sind:

– Spachtel die Trockenbauwand!

– alle machen sich lustige Frisuren aus Bauschaum

– Wo-ist-das-Kabel? (Solange Nägel in die Wand schlagen, bis einer die Leitung trifft)

– Herzchen-in-die-Betonplatte-flexen (möglicherweise leichte Staubentwicklung!)

und der Klasiker:
– Mischmaschinen-Karrussel!

– Musik

Den Musiker belästigt man zu jeder sich bietenden Gelegenheit mit fragwürdigen Musikwünschen im Heimwerkerthema wie:
– If I had a hammer
– Like a rolling stone
– Bodo mit dem Bagger
– und alles von Torfrock

Zudem ist der Heimwerker natürlich auch in der Lage, die Musikanlage zu tunen. Wenn alle Lautsprecher als Brückenschaltung in Reihe geschaltet werden, wird die Anlage deutlich lauter! Wenn auch nur kurz.

– Heimfahrt

Um in bleibender Erinnerung zu bleiben, geht man möglichst als allerletzter und nicht, ohne jedem Gast mindestens eine spektakuläre Heimwerkergeschichte erzählt zu haben. Der Zustand des Gebäudes ist vor Abreise nochmals zu untersuchen und nötigenfalls nachzubessern. Das Filzgleiterprojekt sollte abgeschlossen und die nachgefugten Fliesen getrocknet sein. Erst dann, es ist am Besten schon hell, verlässt man erschöpft, aber glücklich, die Feier; in der besten Gewissheit, mit dem eigenen Engagement dem Brautpaar einen unvergesslichen Tag bereitet zu haben!

 – Checkliste

Zur Hochzeitsfeier auf jeden Fall mitzubringen sind:
– die eigene Person
– ein Geschenk
– das allernötigste Werkzeug:
Nutfräser, Holzspalter, Stemmhammer, Metallkreissäge, Asphaltschneider, Diamantschneider, Raupenbagger, Mischmaschine, Mörtelpumpe, Kompressor, Schweißgerät, Parkettschleifmaschine
– Bauschaum
– Mumpe
– Spachtel
– Aufsitzmäher
– Hammer
– Filzgleiter.

So, ich muss nun aufhören, wir müssen gleich, ja richtig, zur Hochzeit! Muss nur noch schnell die Nutfräse tanken! Bis nächste Woche!

 

Farbwunder

Die Firma Bort hat mir ein Produkt zum Testen geschickt, dass ich Euch nicht vorenthalten möchte: die Farbsprühpistole Binford Bort BFP-110N. Mein letztes Farbprojekt ‚Fensterläden‚ habe ich ja mit einem Kompressor und entsprechender Sprühpistole über die Bühne gebracht. Für Kompressor-Pistolen kann man ja unglaublich viel Geld ausgeben! Das Verkaufsgespräch im Werkzeugladen geht in der Regel so: „Ja,  hier sind die günstigen Sachen, die haben wir natürlich auch, aber das ist alles Schrott. Hier sind die vernünftigen Sachen!“ Und die vernünftigen Sachen, in diesem Fall die Sprühpistolen, gingen dann als „Einsteigermodell“ deutlich dreistellig los. Und auch wenn ich gerne gutes Werkzeug kaufe, war ich hier einfach zu geizig, zumal ich das Ding wahrscheinlich nur einmal im jahr benutze und ich auch Holz lackiere und keine Motorhaube, auf der man jede Nuance sieht. Ich kaufte dann ein Kompressor-Set von Metabo inklusive Druckluftpistole und Reifenaufblasset, das ganz hervorragend funktioniert. Soviel dazu.

 

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BFP-110 N

Die BFP-110 N ist ein Standalone-Gerät, das keinen Kompressor benötigt, sondern lediglich eine Steckdose. Die Farbe wird in den abschraubbaren Behälter gefüllt, ob sie verdünnt werden muss, kann mit dem beigelegten Viskositätsmessbecher geprüft werden. Ich habe als ersten Test eine Lasur verarbeitet, die dünnflüssig genug ist.

Der große Pluspunkt am Gerät ist, dass (laut Hersteller) die farbführenden Teile durch Click-and-Paint-Technologie komplett vom Gerät getrennt und damit leicht gereinigt werden können. Das macht auch den Farbwechsel einfach. Eine fein abgestufte Mengenregulierung und der ergonomische Griff runden das Ganze ab. Die erste Probelackierung ging gut von der Hand und der Farbauftrag ist schön gleichmäßig.

Als einzigen Nachteil würde ich anführen, dass das Maschinchen unfassbar laut ist. Ich dachte, ich könnte es mal kurz Sonntagnachmittags im Garten testen, musste den Test dann aber relativ schnell wieder beenden, weil die Nachbarn vom Balkon gefallen und in der Nordsee Orca-Wale die Orientierung verloren haben und gestrandet sind. Sicher, ein Kompressor ist auch laut, aber diese Pistole hat eben eine höhere Frequenz, etwa wie zweitausend Spechte an einem Baum aus Stahl. Vielleicht war ich aber auch einfach etwas sensibel heute (gestern gefeiert!)

Also, ein intensiverer Farbauftragstest folgt noch, ich werde natürlich Bericht erstatten. Und fahre jetzt mal an die Küste, die Orcas zurück ins Wasser schieben…

Powersätze für Heimwerker

Regentag und schlechte Laune? Einfach mal die folgenden Powersätze ausprobieren und lauter verdutzte Gesichter zurücklassen.

Im Baumarkt, Sanitärabteilung
„Ich hätte gern einen doppelt gekröpften Flanschmuffenbogen. Aber nicht wieder den Halbzoll! Diesmal brauch ich Feingewinde!“

In der Autowerkstatt
„Ach, hier vorne ist der Motor? Ich dachte immer hinten. Witzig, oder?“

Im Gartencenter
„Und wenn ich den Baum jetzt einpflanze, welches Ende muss denn nach oben?“

Im Fahrstuhl
Mit einem Schraubendreher am Bedienfeld hantierend: „Das hier muss erstmal neu.“

Im Baumarkt, beim Holzzuschnitt
„Bitte elfmal durchsägen. Wie, ist egal. Aber quer zur Faser!“

In der Zoohandlung
„Wonach schmeckt denn Hamster?“

Im Sanitärfachhandel
„Ich brauch Adapter Gardena auf Heizkörper!“

An der Baustelle
In regelmäßigen Abständen durch den Zaun schreien: „Das wollt ihr ja wohl so nicht lassen?!“

Im Baumarkt, Farbmischservice
„Ich hätte gern was erdiges. Aber nicht zu blumig. Eher etwas gedeckt. Ins lila tendierend. Mit einem Stich Moos.“

Im Getränkemarkt
„Gibt’s denn auch Pfand zurück, wenn die Flaschen leer sind?“

An der Tankstelle
„Ich hätt‘ gern zwei Liter Benzin zum mitnehmen, bitte.“

Beim Vertreterbesuch
„Ahh, kommen Sie wegen dem flotten Dreier?“

Im Baumarkt, Fliesenabteilung
„Und, sollte man die Fliesen dann festkleben?“

Beim Weinhändler
„Ich möchte mein Dach isolieren und brauche bitte 400.000 Korken!“

Beim Glaser
„Ich brauche drei Scheiben. Eine so mal so…“ (mit den Händen zeigen), „…eine so mal so und eine ungefähr soooo, aber dicker. Und in blau.“

Beim Baustoffhändler
„Wonach schmeckt denn Bauschaum?“

Im Möbelhaus
„Darf ich mal sehen, wie der Tisch abgeschliffen aussieht? Werkzeug habe ich mit!“

Bei Würth
„Das ist ja viel zu billig. Da geh ich lieber woanders hin.“

Beim Arzt
Wenn der Arzt ins Behandlungszimmer kommt, unterm Waschbecken liegen: „Läuft ganz schlecht ab! Ich dachte ich guck mal hier am Siphon!“

In der Buchhandlung
„Würden Sie ein Buch von mir kaufen? Also, ich muss es noch schreiben. Aber vielleicht können Sie mir schonmal den Vorschuss überweisen?“

Beim Elektrohändler
„Und bei der Steckdose, welcher Draht kommt denn wohin? Braun ist Erde oder? Erde ist doch braun!“

 

So, und jetzt viel Spaß beim ausprobieren. Und schreibt mir bitte, wie es war :)

 

Hello Kitty

Immer diese Entscheidungen! Das kaputte Kellerfenster gegen ein neues ersetzen oder nur die Scheibe tauschen? Die Entscheidung ging dann doch relativ schnell. Alle Kellerfenster sind rote Holzfenster, und eines soll nun so ein steriles Kunststoffimitat werden? Außerdem sind die alten nicht ganz dicht, also jedenfalls nicht zu hundert Prozent. Und ein gewisser Luftaustausch hat alten, ja nie ganz trockenen Kellern noch nicht geschadet. Also bin ich mal unter die Behelfsglaser gegangen.

Das Glas habe ich mir zuschneiden lassen, das macht der örtliche Glaser, einfaches Fensterglas in 4mm. Um historisch korrekt zu arbeiten, habe ich es mit Fensterkitt eingefasst und eben nicht mit Silikon oder anderer Mumpe hantiert. Bauschaum, werte Bauschaumfreunde, ist auch hier, ähnlich wie bei Abwasser- Elektro- und Häkelarbeiten, keine Option.

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vorher
Zur Kitterei gibt es ganz tolle Werkzeuge, da ich aber nicht vorhabe, das regelmäßig zu machen, habe ich meinen Stechbeitelsatz genutzt, beispielsweise um die alten Fensterreste und den Kitt zu entfernen. Der dürfte da wohl schon so 90 Jahre drin gewesen sein. Steinhart, hält bestens und weitestgehend rissfrei. Das hätte Silikon wohl nach der Zeit nicht mitgemacht.

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Entfernen des alten Kittes und der Glasreste

Ist der Kitt rundherum abgetragen, wird die Falz gesäubert, ich habe zudem das Ganze angeschliffen, denn das Fenster erhält bei der Gelegenheit ein neues Farbkleid.

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Fenster schleifen

Die Tropfkante, oben im Bild, war ziemlich angegriffen, da ist eine Erneuerung schon sinnvoll. Das Fenster ist halt an der Seite, und man macht ja doch immer nur nach vorne alles schön. Vorne hui, hinten pfui! Wird Zeit, dass sich das ändert!

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Falz-Schliff um letzte Kittreste zu entfernen

Die Falz und die kleinen Ecken habe ich mit der Bosch Primo geschliffen. So konnten letzte Kittreste abgetragen werden. Danach nun einmal die Scheibe einlegen (Handschuhe!) um zu schauen, ob sie passt oder ob man wat-bei-wechflexen muss.

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Kitt!

Das ist nun der Kitt! Was ist überhaupt Kitt? In der Fernsehserie Knight Rider Kitt gibt es als Dichtungsmittel schon seit 1700irgendwas, er besteht aus Kreide und Leinöl, wird aber heutzutage eigentlich nur noch für historische Arbeiten, Ausbesserungen, Reparaturen oder eben klassisches Einsetzen von Einfachglas in Holzrahmen verwendet.

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Kittbett für die Falz

Wichtig ist, dass der Kitt auch auf der späteren Innenseite ist, die Scheibe also in einem Kittbett liegt. Hierzu habe ich kleine Würste geformt (Kitt vorher sehr gut durchkneten!) und sie auf dem Scheibenrand verteilt. Man kann sie alledings auch direkt in die Fensteralz legen. Dann wird die Scheibe eingesetzt:

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Glas im Kittbett

Wenn Lücken auftreten, kann man noch etwas Kitt von außen nachstopfen. Nun wird das Ganze gedreht und der überschüssige Kitt per Stechbeitel (oder Kittmesser) abgetragen:

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Überschüssiger Kitt wird abgetragen

Das Fenster wird dann gedreht und man widmet sich der Außenseite. Hier habe ich die Scheibe mit ein paar Nägelchen fixiert. Da soll es ja richtige Glasernägel geben; also eine mehrfach perforierte Stange, so dass man von außen hämmern kann? Die Frau von der Glaserfirma wusste nix davon, ich werde bei Gelegenheit mal den Nagelspezi Bierbach fragen. Ich habe mich dann mit kleinen Nägeln beholfen, und habe zärtlich mit einem Stechbeitel dazwischen geklöppelt. Die Scheibe hat auch überlebt!

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ting-ting-ting

Das wäre ja auch eine grauenhafte Vorstellung; da schmiert man stundenlang mit dem Kitt rum und durch eine unachtsame Bewegung zerspringt alles in tausend Teile. Ist aber zum Glück nicht passiert.

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Glas, genagelt.

Nun formt man etwas dickere Würste und drückt sie kräftig in die Kante zwischen Glas und Rahmen. Mit einem Kittmesser (oder in meinem Fall Stechbeitel) wird es dann schräg hübsch abgezogen. Wenn der Kitt dabei bröselt, ist er nicht genug durchgeknetet. Das Abziehen erfordert etwas Übung, aber für mein erstes mal ist es gar nicht mal so gut geworden.

Naja, es ist okay:

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…nachher!

So, und nun dachte ich, ich kann das Fenster direkt wieder einsetzen: Pustekuchen! Um Kitt überstreichen zu können, muss man mehrere Jahre Wochen warten. Mit traditioneller Leinölfarbe nach einer Woche, mit Kunstharzlack kann es schonmal 4-6 Wochen dauern. Aber vielleicht setze ich den Flügel schonmal ein, wenn der Kitt einigermaßen hart ist, und nehme ihn dann zum Streichen nochmal raus. Nach ein, zwei Tagen hat sich übrigens an der Konsistenz noch nicht viel geändert; Kitt trocknet tatsächlich recht langsam.

Als nächstes steht dann noch ein weiteres Kellerfenster an, dass bereits seit dem Hauskauf ein Löchlein hatte. Mal sehen, ob ich meine Kitt-Skilss noch weiter ausbauen kann. Und wenn das Zeug nach sechs Wochen immer noch nicht trocken ist, kratz ich alles wieder raus und nehme doch Bauschaum. Der ist nämlich nach zehn Minuten trocken! So! Und wenn da erstmal Farbe drauf ist, sieht das doch kein Mensch mehr…

 

 

DaWandDa

Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge in Kommentaren, Mails und fernmündlichen Konferenzen zur Ergänzung des Heimwerkerlexikons vom letzten mal. Nach aktuellem Stand muss die Mumpe (oder auch Mompe?) noch etwas genauer definiert werden. Zudem fehlt, gerade mit meinem regionalen Bezug, die ostwestfälische Maßeinheit „Tucken“ („Muss noch so’n Tucken nach links!“). Bitte weiterhin Vorschläge einreichen, ich sammle das und bringe dann bald eine Version 2.0 raus. Damit werde ich dann mal bei Langenscheidt vorstellig 😉

Was ich noch so gemacht habe? Eine Trennwand gebaut. Nicht bei mir zuhause, und auch nicht so riesig groß, dafür aber mit Türöffnung. Für passende Türöffnungsmaße habe ich übrigens diesen schönen Link gefunden, in dem man für die entsprechende Zarge das Bauöffnugsmaß nachschauen kann.

Bisher habe ich hier ja immer viel über Decken geschrieben, hier mal die Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise für eine einfache Trennwand:

Zunächst wird die Stärke der Wand festgelegt. Standardmäßig nehme ich 100mm-Profile, die dann, beidsetig mit 12,5mm Platten beplankt, eine 125mm starke Wand ergeben. In diesem Fall sollte das Ganze etwas schmaler geraten, daher gab es ein 75mm-Profil (Gesamtstärke dann 100mm).

An Wänden, Decke und Boden werden die sogenannten UW-Profile angebracht; passend ausrichten per Laser oder Wasserwaage und mit Nageldübeln verankern (bei massiven Wänden; ansonsten je nach Untergrund andere Befestigungen, nein, kein Bauschaum!). Die UW-Profile werden zur Schallentkopplung vorher mit Dämmband beklebt.

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UW-Profile an Wand und Decke

An der Tür-Stelle wird das UW-Profil am Boden natürlich ausgespart, sonst müsste man ja immer drübersteigen. Wobei, gewöhnt man sich vielleicht auch dran.

Die Einfassung der Tür erfolgt mit UA-Profilen, da gibt’s auch praktische Winkel zur Befestigung. Die UA’s sind deutlich dicker und stabiler, um die Belastungen durch knallende Türen und wütende Teenager gut aufnehmen zu können. Ich habe das auch schonmal mit verstärkten UW-Profilen gebaut (siehe hier), dieses mal aber ganz klassisch mit UA’s vom Boden zur Decke.

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UA-Profile mit Befestigungswinkeln

Ein Satz Befestigungswinkel beinhaltet vier Winkel mit jeweils zwei Schrauben und Muttern, man braucht also einen Satz pro Tür. Wenn die Tür steht, werden nun CW-Profile in die UWs gestellt. Der Abstand richtet sich nach den verwendeten Platten. In diesem Fall habe ich Einmannplatten benutzt, weil das Treppenhaus für die großen etwas eng war. Dabei halbiert sich aber auch der Abstand der CW-Profile im Gegensatz zur großen Platte, so dass etwa alle 30cm ein Steher steht:

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CW-Profile

Die CWs werden, anders als ich früher dachte, nicht mit den UWs verschraubt, sondern einfach nur reingestellt. Dann kann man sie beim beplanken noch ausrichten und die Verschraubung erfolgt nachher mit der Platte.

Nun werden die Platten angebracht und mit den CW-Profilen verschraubt. Wenn man bei den UAs angelangt ist, braucht man Trockenbauschrauben mit einer Bohrspitze, um besser in das Metall zu kommen.

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Feiner Unterschied: Links mit Bohrspitze für UA, rechts für UW-Profile.

Wenn eine Seite beplankt ist, wird der Raum zwischen den Stehern mit Steinwolle zur Schalldämmung ausgefüllt. Danach kann die zweite Seite verschlossen werden.

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Beplanken und Dämmen

Nun geht es zum Spachteln. An den Wand- und Deckenanschlüssen klebe ich Trennfix-Band. Später wird bis an dieses Band herangespachtelt, das überstehende Band nach dem Trocknen abgeschnitten und dann eine kleine Acrylfuge gezogen. So sind die Bauteile entkoppelt und man vermeidet unkontrollierte Rissbildung.

Die Plattenstöße und Schraubenköpfe werden nun gespachtelt (Stumpfe Plattenstöße müssen angefast werden), und bei Bedarf mehrfach geschliffen und nachgespachtelt.

Am Ende erfolgt dann der Wandbelag, entweder nur streichen, oder tapezieren (vorher grundieren!), ein Putz oder Fliesen. Das war’s schon :)

Man sieht also, eigentlich keine so große Aktion. Inklusive Türeinbau war ich netto etwa einen Tag damit beschäftigt. Mit den Metallprofilen geht es meiner Meinung nach auch deutlich schneller als mit Holz, außerdem verzieht sich nix mehr. Dafür sind sie ein wenig teurer. Die Platten sollte man nach Anwendung wählen: Für einfache Trennwände reicht die hier erwähnte „normale“ Bauplatte (12,5mm sollte sie aber schon haben!), bei Feuchträumen würde man die imprägnierte wählen. Manche schwören auch auf Gipsfaserplatten (Fermacell o.ä.), ich mag die aber nicht so gerne, weil es schwieriger ist, dort wirklich arschglatte Fugen hinzukriegen. Neu ist übrigens die Habito von Rigips, eine massive Wohnraumplatte, an der man beispielsweise Regale mit einer einfachen Schraube (nicht mal Dübel!) befestigen kann. Ich habe sie noch nicht verarbeitet, es klingt aber sehr vielversprechend.

Also, so einfach kann man Trennwände ziehen und damit streitbare Geschwister dividieren oder eine Geheimwand bauen! Nächste Woche zeige ich dann, wie sich mit Druck auf das siebte Buch von rechts die geheime Drehtür öffnen lässt. Simsalabim!

Das große Heimwerker-Lexikon

abknispeln
[das] filigranes und vorsichtiges Abtragen von Material, etws bedächtiger als ->kelftern und deutlich weniger grob als wöltern. Beispiel: „Hier anne Fliese musse n paar Millimeter abknispeln! Oh, kaputt.“

Altbau
[der] perfekte Ausrede für alles, was schief, feucht, krumm, toxisch und hässlich ist. Beispiel: „Dat is Altbau, dat krisse nich grade“

annücken
[das] meist provisorische Verbinden zweier Elemente, vorzugsweise mit Draht oder Schnur. Beispiel: „Dat Rohr könnwa ja ersmal einfach da annücken!“

ausschäumen
[das] großflächiges, möglichst unüberlegtes Füllen von Ritzen, Spalten, Fugen und Löchern mit ->Bauschaum. Beispiel: „Hier dat Loch kannze ausschäumen!“

Bauschaum
[der] universales Baumittel für sämtliche erdenkliche Lebensbereiche. Naben den klassischen Anwendungsbereichen wie Zargen- oder Fenstermontage auch geeignet für Fundamentgründungen, Wandbekleidungen oder Haarschmuck. Beispiel: „Da in dat Loch machse später schön Bauschaum rein!“

Bild
[das] Objekt zum Verdecken nicht gelungener Wandstellen. Beispiel: „Dat lassen wa getz so. Kommt später nem Bild vor.“

dengeln
[das] handwerkliches Universalverb. Beispiele: 1. „Dat Rohr musse unten bissken plattdengeln.“ 2. „Könnwa den Balken da direkt anne Wand dengeln?“

Farbe
[die] letzte Schicht einer Wandbekleidung, die sämtliche Ungenauigkeiten im Toleranzbereich von acht Zentimetern mit Sicherheit völlig unsichtbar macht. Beispiel: „Warte ab, wenn erstmal Farbe drauf ist! Sieht dat kein Mensch mehr!“

felmern
[das] ähnlich wie knispeln, ein flächiger, sanfter Materialabtrag. Beispiel: „Da anne Leiste musse oben bissken wat abfelmern“

freiprokeln
[das] Steigerung zum normalen ->prokeln; beinhaltet zusätzlich eine Zielführung, nämlich das Freimachen. Beispiel: „Warte, muss grade erst dat Rohr bissken freiprokeln“.

fummeln
[das] hantieren in engen Arbeitsbereichen oder mit Kleinteilen. Beispiel: „Hier, fummel dat mal ab!“

jackeln
[das] lösen (oder befestigen) von zwei Bauteilen mit mittelfesten, rhytmischen Auf- und Ab- oder Seitwärtsbewegungen. Etwas größere Bewegungen als beim ->jickeln. Beispiel: „Musste bissken jackeln, is festgerostet!“

jickeln
[das] ähnlich wie ->jackeln, allerdings mit kleineren, schnelleren Bewegungen. Beispiel: „Sitzt noch nich ganz! Müssenwa nochn bissken jickeln!“ Kann auch eine Fahrtätigkeit bedeuten, Beispiel: „Morgen muss ich erst nachem Baumarkt jickeln!“

jickern
[das] vgl. ->jackeln und ->jickeln, allerdings mit sehr kleinen und schnellen Bewegungen. Beispiel: „An den Griff musse bissken jickern!“

kelftern
[das] Abtragen von Material, ähnlich wie hobeln, aber ohne Hobel. Beispiel: „Obere Schicht würd ich paar Millimeter abkelftern!“

klöppeln
[das] sanftes Justieren mit dem Hammer oder ähnlichem Werkzeug. Beispiel: „Könnwa nachher bissken rundklöppeln!“

kommen
[das] Verb für bedrohliche Sachverhalte. Beispiel: „Geh wech, Günni! Die Wand kommt“, „Pass auf, dat kommt gleich!“ oder „Oh, wenn et kommt, dann aber richtich!“

ködeln
[das] Einbringen von ->Mumpe in sehr kleinen und verdeckten Bereichen. Beispiel: „Kannze da nich nochen bissken wat vonne Mumpe reinködeln?“

matschen
[das] großflächige Einbringen von ->Mumpe in lokal nicht strikt begrenzten Bereichen. Beispiel: „Da müssen wa halt nachher ne Kartusche Mumpe reinmatschen!“

Mottek
[der] Vorschlaghammer. Beispiel: „Zeich ma den Mottek. Pass auf, dat kommt gleich!“

möllmern
[das] mittelstarke Einbringen von ->Mumpe, deutlich mehr als bei der ->Ködelung aber weniger reichlich als beim ->matschen. Beispiel: „Hier wird nachher einfach mit Silikon rübergemöllmert“.

muckeln
[das] ungestört vor sich hinarbeiten, Beispiel: „Da kann ich den ganzen Samstag schön vor mich hinmuckeln“ oder eine Arbeit unter Zuhilfenahme von dezentem ->Pfusch beenden, Beispiel: „Hier mit dem Fenster hab ich mir son bissken zurechtgemuckelt.“

Mumpe
[die] Universalbezeichnung für eine mittelkonsistente Masse, Festigkeitsbereiche zwischen Himbeergelee und Fensterkitt; alles, was nicht flüssiger oder fester ist, darf als Mumpe bezeichnet werden, z.B. Silikon, Bauschaum, Acryl, Mörtel, Gips… Beispiel: „Schnell! Hier oben muss Mumpe rein!“

braten
[das] 1. mittelmäßiges Schweißen („Dann wolln wer mal den Winkel da dran braten!“) oder 2. großflächiger Justierschlag („Da kannze einmal mitten Mottek rüberbraten!“

ömmeln
[das] waagerecht verteilte Einbringen von ->Mumpe (Beispiel: „Die Fuge kannze man besser noch bissken wat reinömmeln!“) oder die etwas sanftere Variante des ->klöppelns (Beispiel: „Die Klammer kannze noch wat fester in die Ritze ömmeln!“

patschen
[das] Verteilen von ->Mumpe mit der Handfläche oder einem anderen ungeeigneten Werkzeug. Beispiel: „Hier die Stelle musse noch wat reinpatschen!“

Pfusch
[das] unschöne Bezeichnung kreativer Arbeitsweisen. Beispiel: „Wer hat datt denn gemacht? Wat fürn Pfusch. Dat könnwa man alles rausreißen!“

prokeln
[das] vgl. ->freiprokeln, entfernen (oder lösen) von Material in schmalen Öffnungen durch stabförmiges Werkzeug oder Zeigefinger. Beispiel: „Kommt nix durch! Tu ma bissken prokeln!“

röntern
[das] Lösen von zwei Bauteilen durch sehr grobe Bewegungen. Entspricht etwa Faktor zwei des ->jackelns. Beispiel: „Die dicke Stange musse da ma richtich losröntern!“

schengeln
[das] 1. knappes Verfehlen eines Baueils („Da bin ich ja haarscharf dran vorbeigeschengelt“), 2. kreisrundes ->jickeln („Musse einfach abschengeln! Pass auf der kommt!“

schmieren
[das] einbringen von ->Mumpe ohne geeignetes Werkzeug. Beispiel: „Hier hab ich schön Silikon reingeschmiert. Sieht doch kein Mensch!“

Schrank
[der] im Gegensatz zum ->Bild ein Objekt, dass noch größere Fehlstellen in Wänden verdeckt und auch für ->Pfusch beim Fußboden benutzt werden kann. Stellen, auf die mal ein Schrank gestellt wird, müssen im Grunde überhaupt nicht bearbeitet werden. Beispiel: „Egal, da kommt sowieso nen Schrank hin!“

schubbern
[das] Abtragen von Material mit einer Bürste/Drahtbürste o.ä. Beispiel: „Nachher bissken rüberschubbern, dann geht das doch!“

Silikon
[das] universale ->Mumpe zum Füllen von Spalten bis ein Meter Breite. Beispiel: „Da kommt nachher ordentlich Silikon rein!“

tönstern
[das] Universalverb für sämtliche handwerkliche Tätigkeiten. Beispiel: „Hier ham wa die Tapete anne Wand getönstert.“; „Da wird ja noch Paneele druntergetönstert.“; „Morgen is Muttertach! Wollnwa ma noch schnell die Blume in Pott tönstern!“

tüdeln
[das] Vorgang des ->annückens, meist mit Draht. Beispiel: „Anhängerkupplung brauchse nich! Kannze hier bissken mit Draht festtüdeln!“

verkleiden
[das] Verdecken von hässlichen, doofen oder unliebsamen Stellen und guter Nährort für Schimmelpilze. Beispiel: „Dat krisse nich grade. Würd ich nachher einfach verkleiden!“

weggucken
[das] Theorie, in der Dinge plötzlich schön/gerade/winklig/akzeptabel werden, wenn man sie nur lange genug betrachtet. Beispiel: „Dat guckt sich weg!“

wöltern
[das] Steigerungsform von ->röntern. Beispiel: „Dat dicke Dingen könnwa man mitten Kran da ausse Erde wöltern!“

 

Welche Begriffe fehlen noch, liebe Leser? Bitte kommentieren, damit wir das Lexikon gemeinsam perfektionieren können.

Nächste Woche frage ich dann erstmal Vokabeln ab! 😉