Vielen Dank, liebste Leser, f\u00fcr die gro\u00dfe Resonanz auf den M\u00fcllbeitrag von letzter Woche! Kaum schreibe ich mal nicht \u00fcber Staub und Dreck, werden alle wieder wach! Viele Leute teilten mir in reichlichen Zuschriften ihre pers\u00f6nlichen M\u00fclltonnengr\u00f6\u00dfen mit, hier im Blog wird noch eifrig \u00fcber Katzenstreu diskutiert (Danke f\u00fcr den Hinweis, Tommy, wir haben es probiert aber es stinkt leider alles doppelt so schlimm wie ohne Bio<\/em> \ud83d\ude09\u00a0 ) und man kann sagen, das Ganze erregt die Gem\u00fcter. Mein Fazit ist, dass unsere Tonnen tendenziell eher klein sind und ich n\u00f6tigenfalls auf eine Nummer gr\u00f6\u00dfer umsteigen k\u00f6nnte, ohne eklatante Gewissensbisse haben zu m\u00fcssen.<\/p>\n In dieser Woche wollte ich eigentlich ein wenig in den Januar d\u00fcmpeln und nochmal \u00fcber M\u00fclltrennung nachdenken, da erreichte mich der Notruf meiner Herrschaften Eltern, die ein Zimmer renovieren lassen<\/em> und in dem sich nach dem Abl\u00f6sen der Tapete einige Ich habe mal in Schwiegervaters Maurerbuch von einer Methode gelesen, mit der Risse mit einer M\u00f6rtelschl\u00e4mme<\/em> gef\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Diese Risse waren n\u00e4mlich zu breit f\u00fcr die Anwendung von Strukturacryl bzw. ‚einfach M\u00f6rtel reinschmieren‘ vom letzten mal.<\/p>\n Es ist alles ein bi\u00dfchen ambivalent, denn es handelt sich schon um eine Au\u00dfenwand, also irgendwo auch eine tragende<\/em> Wand. Nun steht immerhin kein Geschoss obendrauf, letztendlich tr\u00e4gt die Wand also „nur“ die Fu\u00dfpfette<\/em> (hei\u00dft das so, liebe Zimmerleute?) des Dachstuhls. Bin ich also befugt, sowas zu richten? Nat\u00fcrlich nicht, eigentlich. Aber erstens ist es besser als gar nichts zu machen und zweitens gab es im gleichen Haus mal einen Fall von vor einigen Jahren, bei dem ein Maurerbetrieb eine rissige Wand abgetragen und neu aufgemauert hat. Ergebnis: Die gleichen Risse wie vorher, nur doppelt so gro\u00df. Soviel dazu. Au\u00dferdem habe ich hier ja einen freien, privaten und rebellischen Blog, von daher,liebe Leser: Flickt doch Eure Risse wie ihr m\u00f6gt! Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass die ganze H\u00fctte zusammenbricht. (War das jetzt beruhigend?)<\/p>\n Der Plan ist der folgende: Die Risse im Inneren werden mit der M\u00f6rtelschl\u00e4mme-Methode gef\u00fcllt. Sobald der Boden drau\u00dfen nicht<\/em> mehr vereist und zugeschneit ist, wird neben der Mauer ausgeschachtet, bis unter die Fundamentsohle, und dort das Fundament ert\u00fcchtigt (vermutlich so \u00e4hnlich wie bei dem besagten Projekt vom letzten Jahr). Und dann hei\u00dft es: ‚wir beobachten das mal‘. Wenn wieder neue Risse entstehen, muss doch mal einer vom Fach gucken, aber die kochen ja auch nur mit Wasser.<\/p>\n Achja, Ursachenforschung! Jede Wand in dem Haus hat eigentlich ein anderes Baujahr, von 1832 (tats\u00e4chlich!) \u00fcber die 50er, 70er, letzte W\u00e4nde aus den 80er Jahren. Es wurde viel selber gemacht, und das Fundament-Thema hatte jetzt, sagen wir mal, nicht Top-Priorit\u00e4t. Auch hier ist es scheinbar ein Streifenfundament (hier<\/strong> <\/a>war es ja auch so: Sparfundament auf Bauschutt!), und an eben dieser rissigen Stelle war im letzten Jahr die Dachrinne kaputt, da gab es einige kr\u00e4ftige Regeng\u00fcsse, so dass ich denke, dass das Fundament an der Stelle untersp\u00fclt und abgesackt ist. Und entweder sackt es jetzt immer weiter oder es ist zur Ruhe gekommen, aber in jedem Fall muss drau\u00dfen ausgeschachtet und gro\u00dffl\u00e4chig Beton drumrumgegossen werden, je nachdem wie es aussieht auch wieder mit ein paar Ankern.<\/p>\n Meine Schwiergermutter hat mir nun Fotos aus dem besagten Maurerbuch per WhatsApp<\/em> geschickt, so dass ich meine Erinnerung auffrischen und die Arbeiten fachgerecht durchf\u00fchren konnte:<\/p>\n Der Riss wird also verklebt und durch einen Trichter wird oberhalb M\u00f6rtel eingef\u00fcllt, der entsprechend d\u00fcnn anger\u00fchrt ist, so dass er durch den Trichter passt. Er sollte allerdings auch nicht zu d\u00fcnn anger\u00fchrt werden, weil er sonst beim Trocknen schwindet. Bei l\u00e4ngeren Rissen (> 1m) wird zus\u00e4tzlich abgest\u00fctzt:<\/p>\n (Ob ich wohl \u00c4rger wegen der Bildrechte kriege? Ich w\u00fcrde ja beim Verlag nachfragen, aber ich wei\u00df gerade nicht mal wie das Buch nochmal hei\u00dft? Ach egal, rebellischer Blog, hatten wir ja festgestellt.)<\/em><\/p>\n Auf der Zeichnung sieht das immer akkurat aus, in real habe ich dann den Riss mit Mit dem Klebeband muss man sich schon M\u00fche geben, sonst quillt die Pampe an allen Ecken und Enden raus (nicht, dass mir das passiert w\u00e4re!). Ein weiteres Problemchen ist nat\u00fcrlich der Trichter, denn im unteren Bereich ist alles gut, nur weiter oben ist dann irgendwann die Decke im Weg, und man kann den Trichter nicht mehr hochkippen. Eine alte Geb\u00e4ckspritze aus dem Fundus meiner Mutter hat mir dann dabei geholfen.<\/p>\n Dann sollte man mal am Klebeband f\u00fchlen, und wenn das Ganze so halb trocken ist, vorsichtig das Tape entfernen. So kann man die Oberfl\u00e4che noch etwas nacharbeiten und gl\u00e4tten. \u00dcbrigens trocknet der M\u00f6rtel, obwohl er so feucht gemischt ist, nicht viele l\u00e4nger als sonst und wer es eilig hat, kann am n\u00e4chsten Tag tapezieren (vorher grundieren!).<\/p>\nbe\u00e4ngstigende<\/del> deutliche Risse in den W\u00e4nden gezeigt haben. Ich habe dort ja schonmal<\/strong> <\/a>eine Wandsanierung gemacht, dieses mal sind die Risse allerdings erstens in einer anderen, weiter entfernten Wand und zweitens noch deutlich gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n
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\nhier gerissen…<\/em><\/p>\n
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\n…und da oben…<\/em><\/p>\n
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\n…setzt sich auch au\u00dfen fort!<\/em><\/p>\n
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\nBild aus dem Buch!<\/em><\/p>\n
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\nAbst\u00fctzung bei l\u00e4ngeren Rissen<\/em><\/p>\nGaffa<\/del> Spezialklebeband abgeklebt und mit einzelnen Holzlatten abgest\u00fctzt, das war ein wenig bastelig, weil der Riss ja nicht so sch\u00f6n gerade wie im Buch verl\u00e4uft:<\/p>\n
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\nAbst\u00fctzung<\/em><\/p>\n
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\nOberer Bereich<\/em><\/p>\n