, und da fiel mir ein, dass ich bei unserem Hausbau auch zwei Stürze nachträglich eingebaut habe. Da sie immer noch halten (Moment, was war das für ein Geräusch?) kann ich ja mal schildern, wie das vonstatten ging.
An der ersten Wand wollte ich aus einer bestehenden Türöffnung einen breiten Durchgang schaffen. Ich besorgte mir dafür einen Kalksandstein-Sturz in entsprechender Länge (Auflager pro Seite sollten mindestens 115mm, besser mehr) sowie Baustützen und Balken zur Abstützung des Mauerwerks. (Liebe Kinder und Mitleser, bitte nicht nachmachen, sondern einen Statiker, ein Fachunternehmen und jemanden aus der Raumfahrt hinzuziehen) Im Gegensatz zu einem Stahlträger funktioniert ein Flachsturz nur in Verbindung mit dem darüber aufgemauerten Mauerwerk. Sprich, eine mittig über dem Sturz aufgebrachte Punktlast würde diesen evtl. zum Einknicken bringen, das Mauerwerk des Lastdreiecks stützt sich, vereinfacht gesagt, selbst und so wird der Sturz gleichmäßig belastet. Wenn man, wie ich, den Sturz nachträglich einbaut, muss man das darüberliegende Mauerwerk abstützen. Dazu habe ich oberhalb der neuen Öffnung zwei Löcher gemacht, Balken hindurchgeschoben und mit Baustützen abgestützt:

Anzeichnen der Öffnung, Löcher für die Abstützung schneiden
Danach wurde ein entsprechender Schlitz für den neuen Sturz geschaffen und dieser eingesetzt.

Eingelegter Sturz mit Abstützung
In der Mitte sind beim Schlitz machen einige Ziegel mit runtergekommen; der alte Mörtel ist wirklich sehr sandig (der anfangs erwähnte Sturz wurde in Porenbetonsteine eingebaut, da rührte sich gar nichts…), aber die wurden mit Liebe wieder hochgemauert. Wichtig ist über Stürzen, dass auch die Stoßfugen ordentlich vermörtelt werden:

Das über der linken Stütze ist kein Riss, sondern ein Draht vom Heizungssensor! 
Nun habe ich das Ganze aushärten lassen, dann wurde der Rest des Mauerwerks entfernt und alles rundherum wieder angeputzt:
An der zweiten Wand wurde ein Durchgang in Türbreite geschaffen. Da das Ganze erheblich schmaler werden sollte, habe ich nur eine Abstützung benutzt.

Eingesetzter Türsturz mit Abstützung
Ansonsten ähnliches Vorgehen: Loch für die Abstützung mittig über dem Sturz, dann Schlitz für den Sturz schneiden (Flex, Risen-Sauereri), Sturz gewissenhaft einmauern, trocknen lassen und dann das restliche Mauerwerk entfernen.
Danach wurde wieder reichlich verputzt, und irgendwann war auch dieser Durchgang fertig.
Im Nachhinein betrachtet würde ich für die Abtützung beim nächsten mal einen kleineren Balken bzw. Stahlträger nehmen. Ich hatte Balken von ca. 20×20 benutzt und die Löcher dafür noch größer gemacht, da geht schon eine Menge Substanz verloren, die man hinterher wieder zumauern muss. Sollte ich mal wieder in die Verlegenheit kommen, würde ich eher einen kleinen Stahlträger verwenden, um idealerweise nur einen Ziegel ersetzen zu müssen.
Auch würde ich wahrscheinlich für den großen Durchbruch heute eher einen Stahlträger verwenden. Das Mauerwerk über dem Sturz lässt sich nunmal im Nachhinein nicht so perfekt aufmauern als würde man es neu machen, und der Sturz lebt halt von der Qualität des darüberliegenden Mauerwerks; dem Stahlträger ist das relativ egal. Vorteil vom Sturz ist, dass man ihn direkt verputzen kann und ihn nicht ausmauern oder verkleiden muss.
Die Höhe für Türöffnungen ist übrigens immer 200,5 cm. Breiten sind je nach Bedarf 63,5 / 76,0 / 88,5 / 101,0 cm. Man kann theoretisch auch ander Maße verwenden, geht dann aber das Risiko ein, dass die Tür angefertigt werden muss (Sondermaß) und damit deutlich teurer wird. Am Besten, man erkundigt sich vorher nach den erhältlichen Maßen seiner Wunschtür.
Die Stürze wurden dann später tapeziert (Das hält schon! Warte nur, bis erstmal Farbe drauf ist!) und mit Zargen ausgestattet. Sie halten immer noch und wie man sieht, ist es gar nicht so schwer, zumindest eine Türöffnung selber zu erstellen. Und ich werd jetzt mal nach dem Geräusch schauen…
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vorher – Rohbauzustand, Boden aber schon mit Schweißbahnen versiegelt
Zunächst wurde der alte Stall entrümpelt und die Trennmauern und Tröge dem Erdboden gleichgemacht. Die Löcher zu den Güllegruben wurden abgedichtet und der Putz abgeschlagen (vor Allem geruchstechnische Gründe). Im Bad wurde eine Tür und ein Fenster zugemauert und eine neue Türöffnung samt Türsturz geschaffen sowie eine Zwischenwand entfernt.
Der Boden wurde mit Trockenestrich gemacht. Dazu wurde der bestehende Steinboden mit Beton auf ein Level gebracht und dann mit Schweißbahnen abgedichtet. Darauf kam eine Ausgleichsschüttung von Ridigur, Dämmschicht aus Schaumkunststoff und schließlich verklebte Rigidur-Gipsfaserplatten. Unter dem Boden konnten praktischerweise auch die Heizungsrohre verlegt werden.

andere Seite-die Wölbungen der ehemaligen Stalltüren und -fenstern wurden beibehalten
An den Außenwänden wurden Trockenbauwände als Vorsatzschalen errichtet, inklusive Dämmung, Dampfbremse und Beplankung mit OSB-Platten und Gipskarton. Ein Schlafzimmer wurde mit Ständerwerk aus Metallprofilen errichtet und ebenfalls so beplankt. Die Decke wurde mit Holzbalken in Balkenschuhen an den Außenwänden abgehängt. Im Stall ist nämlich eine alte Ziegeldecke, die nicht dadurch belastet werden durfte. Die abgehängte Decke wurde ebenfalls mit Gipskarton beplankt.
Im Bad wurden die zugemauerten Ecken verputzt, Fliesen verlegt und Sanitärobjekte neu eingebaut. Heizungen und Elektrik in der gesamten Wohnung neu; schließlich noch Fußboden verlegt, Malerarbeiten, Ofen inkl. neuem Außenschornstein installiert und, und, und. Rückblickend ging das ja doch alles recht schnell 
Ich war nur ein kleines Rad im Getriebe; am Anfang habe ich die Maurerarbeiten gemacht (zugemauert, verputzt, Türsturz eingebaut) und beim Trockenbau mit beplankt. Weiterhin die Elektrik bis zur Verteilung installiert und mich dann einige Tage im Bad ausgetobt: Wand- und Bodenfliesen verlegt, Reibeputz aufgetragen und schließlich noch Duschkabine aufgebaut und Silikonfugen gemacht.
Das mit dem Reibeputz war eine schöne Sache: Den gibt es als Fertigmischung, er wird dann in Kornstärke (hier: 2mm) aufgezogen und nach einigen Minuten mit dem Reibebrett mit der gewünschten Struktur versehen. Mal was anderes als Tapete.
Zum Nachmachen gibt es eine schöne Anleitung hier.

beim Auftragen des Reibeputzes im Bad
Apropos Tapete: Am Ende war -wie das immer so ist- etwas Zeitdruck bis zum Einzug, so dass man sich gegen klassische Rauhfaser und für Streich-Rauhfaser entschied. Das ist im Grunde eine Wandfarbe mit darin enthaltenen Holzstückchen. Sie wird dann gut aufgerührt und mit der Rolle an die Wände gebracht. Rein optisch sieht das Ganze tatsächlich aus wie Rauhfasertapete. Der Nachteil ist, dass sie gewisse Sachen nicht ganz so gut überdeckt wie richtige Tapete (zum Beispiel die Eckschienen) und man beim Anfassen schon merkt, dass es „nur“ Farbe ist.
Etwas vermissen werde ich sicherlich das „Catering“ der Außenbaustelle, denn die Oma verwöhnte uns mit guter Küche und Sachen, die ich teilweise schon lange nicht mehr gegessen habe wie Bottermelksannballerse und Schnippelbohnen, Grünkohl oder Backbirnen.
Aber nun habe ich wieder die Zeit, zuhause weiterzumachen und ich werde mich ab nächster Woche intensiv dem Dachbodenausbau widmen. Dann werde ich auch wieder etwas detailliertere Arbeitsschritte zeigen können, und ich bin selber schon sehr gespannt, wie es mal wird! Man hat ja ein Bild im Kopf, wie es wohl fertig aussieht; mal schauen, ob Realität und Vorstellung sich schließlich decken.
Euch ein schönes Wochenende; ich schließe heute Kapitel Auswärtsbau und öffne Dachbodenprojekt: Bauabschnitt II 
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Zweiter Raum!
Dann konnte ich im zweiten Raum anfangen und habe schnell, elegant und präzise die Decke, ein Dachfenster und fast eine Schräge geschafft.
Die zweite Sache, die ich noch erzählen wollte: Ich sage ja immer, Know-How kommt (auch) vom Abgucken. Und wenn einer weiß, wie was geht, tut man gut daran, sich das genau anzugucken und nachzufragen. So war ich heute bei unseren Nachbarn, die einen Altbau gekauft haben. Ich wurde gefragt, ob ich kommen könne um schlau rumzulabern zu helfen, den Stahlträger für einen Sturz mit hochzuheben und einzusetzen.
Man muss sagen, es war ein amtlicher Träger (160 kg) und ein großer Sturz. Im Gegensatz zu dem Durchbruch bei uns damals gab es hier folgende Unterschiede: Der Durchbruch war raumhoch und nicht nur türhoch, und die zu durchbrechende Wand war tragend, und darauf stand noch eine tragende Wand. Respekt!
Hier nochmal der Warnhinweis: Die folgenden Zeilen dienen nur zur Unterhaltung und stellen keine Empfehlung dar! Nicht nachmachen! Statiker fragen! Im Zweifel jemanden von der NASA dazuholen!
Die Abstützung kann bei einem raumhohen Durchbruch nicht auf die Weise gemacht werden, wie ich es beim türhohen Sturz beschrieben hatte. Hier wurde vor und hinter der zu durchbrechenden Wand auf voller Breite ein Holzträger gesetzt und mit vier Baustützen gestützt. Die Stützen wurden im Keller nochmal wiederholt, um die Gewölbedecke nicht zu sehr zu belasten und das Gewicht direkt in die Bodenplatte zu leiten. Nun wurde das Mauerwerk weggenommen.
In der Decke zwischen den Wänden verlief ein Holzbalken, so dass nicht direkt Wand auf Wand steht (das hätte auch wohl ein paar Ziegel abstürzen lassen). Der neue Träger wurde vom Statiker gerechnet und entsprechend dimensioniert, es handelte sich um einen verstärkten Doppel-T-Träger, der pro Seite 15cm aufgelegt wurde.
Wir haben dann das Biest Stück für Stück mit vier Leuten in die Öffnung bugsiert (alternativ könnte man das auch mit mechanischen Hilfsmitteln wie Gabellift/Genie machen; es ging aber tatsächlich recht problemlos), dann wurde der Träger mit Baustützen bis unter den Holz-Deckenbalken geschraubt und die beiden Auflager werden nun eingeschalt und mit Beton ausgegossen (’scharfe‘ Mischung mit etwas mehr Zement als gewöhnlich). Während dieser Prozedur sollte das Haus nicht durch weitere Abrissarbeiten erschüttert werden sondern 1-2 Tage ‚ruhen‘.
Das Ausmauern des Stahlträgers habe ich mir dann noch so erklären lassen: Mit Porenbetonsteinen werden die seitlichen Öffnungen gefüllt, Befestigung beispielsweise tatsächlich mit Fliesenkleber(!). Als Putzträger wird ein Drahtgeflecht um den Träger gelegt, es konnte am darüberliegenden Holzbalken befestigt werden. Die Stützen sollten dann erst nach 3 Wochen rausgenommen werden. Da ist sicherlich „Nummer sicher“, aber ich gebe ja nur weiter was ich gehört habe. Das alles war sehr lehrreich für mich, da ich ja bisher nur etwas kleinere Durchbrüche gemacht und dabei auch Betonstürze verwendet habe. Mit diesem neuen Wissen werde ich also demnächst mal ein paar hallenartige Gewölbe bauen. 
Drittens freue ich mich sehr, dass die Sache mit den Suchbegriffen hier im Blog allmählich läuft. Die Suche nach „Trockenbauschrauben gehen nicht rein“ führt tatsächlich zu dem Artikel, von dem ich mir auch gewünscht hatte, dass er genau bei diesem Problem gefunden wird.
Die Top-Suchphrase bei dannwollenwirmal ist übrigens „Türsturz nachträglich einbauen“ ( von daher passt das ja heute hier ganz gut) und der kurioseste „www klebeband trick macht schluss mit nerviger fummelei com“. Aber der Blog ist ja noch relativ jung und ich bin gespannt, was da noch so kommt! An dieser Stelle auch mal ein Dankschön an die wirklich ständig wachsende Leserschaft und alle Leute die mitfiebern, kommentieren, nachbauen, hinterherklicken oder einfach nur mit dem Kopf schütteln 

Hier waren wir stehen geblieben…
Die Dielen kann man in verschiedenen Längen kaufen, aber eben nicht in jeder Länge und so habe ich mich für eine verschnittarme Verlegeart entschieden: Ein Brett wird durchgehend verlegt, und die nächste Reihe aus zwei Brettern mit einer Fuge. Diese ist hier übrigens nicht mittig, ich hatte erst Bedenken dass das später doof aussieht, aber es fällt überhaupt nicht auf.
Wie man im Bild sieht, werden die Enden einfach überstehen gelassen. Hier habe ich dann am Schluss mit einer Handkreissäge plus Schiene einen sauberen Abschlussschnitt gemacht.
Die Dielen werden übrigens immer mit Abstand zu Wänden und sonstigen angrenzenden Bauteilen verlegt. Wenn sich das Holz nämlich ausdehnt, ist so eine kleine Mauer schnell mal umgeschmissen.
Verschraubt wurden die Dielen mit Terrassenschrauben aus Künzelsau (da haben wir’s wieder…), die sind zwar nicht ganz billig, aber gehen durch den Bohrkopf rein wie Butter, man muss nicht vorbohren, das Holz wird nicht gespalten usw.
Wenn man genau hinschaut, sieht man im Bild oben, dass die Dielen nicht direkt auf die Unterkonstruktion geschraubt werden (Hinterlüftung gegen Nässe), sondern Kunststoffteile untergelegt sind, sogenannte Distanzhalter (z.B. ferax Terrassenmeister). Sie bilden einmal eine Unterlage zwischen Diele und Kantholz, durch den mittigen Dorn geben sie aber auch einen Fugenabstand vor. Die Dielen werden dann an den Dorn angelegt und verschraubt. Die Halter kann man auch nochmal verschrauben, habe ich aber nicht gemacht.
Um gleichmäßige Fugen und gerade Dielen zu bekommen, muss man die ein oder andere Diele etwas ‚in Form bringen‘. Dazu habe ich als Start-Diele ein sehr gerades Holz gewählt und dann mit einem kleinen Ratschengurt die nachfolgenden Bretter zum Fugendorn herangezogen. Dann wurde die Stelle verschraubt und der Gurt auf die nächste Biegung gesetzt. Das geht freilich nicht, wenn die Dielen allzu krumm sind.
Reihe für Reihe wurde nun auf diese Weise belegt. Damit man sich später nicht an Kleinigkeiten stört, sollte man darauf achten, dass die Fuge gerade durchläuft und nicht ’springt‘; außerdem die Schrauben immer auf einer Linie setzen.
Nachdem dann die Kanten mit der Handkreissäge (wichtig: mit Schiene!) begradigt wurden, habe ich die Schnittstellen nochmal mit Hirnholzschutz versiegelt und dann die gesamte Fläche wieder eingeölt. Das habe ich übrigens jetzt, nach zwei Jahren, wiederholt. Ein nachölen sollte man alle 2-3 Jahre einplanen. Geht aber gut mit einem breiten Pinsel/Quast und einer Stielverlängerung.
Als Umrandung habe ich mir aus dem Baumarkt(!) helle Granitsteine geholt, die ich zufällig gefunden habe und die genau die passende Höhe hatten. Sie sind mit dem üblichen Werkzeug kaum zu bearbeiten und man nimmt sie daher am Besten so, wie sie sind. Bei zweien musste ich eine Ecke abschneiden und es war eine schwere Geburt…
Ich habe diese Steine dann in ein Bett aus Garten-Mörtel (ja, gibt’s wirklich) gesetzt und auch untereinander vermörtelt. Zunächst hatte ich Bedenken, dass die Steine umkippen, wenn man von der Terrassenseite aus dagegen tritt, aber sie halten wirklich bombenfest und ich musste außer diesem Wunderzement keine Befestigungsmaßnahmen ergreifen.
Apropos Wunderzement, und das noch als kurzen Gedanken für die Nacht: Morgen werde ich in einem Raum Estrich machen (bietet sich ja an bei 30° im Schatten); bisher gab es immer das Problem, dass ein Estrich 4-6 Wochen zu trocknen hatte, bevor man fliesen kann (bzw. Messung der Restfeuchte). Auf Nachfrage im Lieblingsbaustoffhandel erklärte man mir, dass es Alternativen gibt: Von Sopro gibt es beispielsweise die Estrich-Fertigmischungen Rapidur M5 und M1.
Rapidur M5 ist schon nach 24 Stunden mit Fliesen belegbar. Er ist etwas teurer als ’normaler‘ Estrich, aber mal ehrlich-wer will denn, gerade beim Renovieren im Bestandsbau, sechs Wochen auf die Bodenfliesen warten? Bei einem 3cm-Estrich kostet der Spaß rund 35,- pro m² (reiner Materialpreis).
Das M1-Zeug ist nach unglaublichen vier Stunden belegbar. Da kostet aber ein Sack schon 60 Euro und man kann pro m² mit etwa 150,-€ rechnen. Aber: jetzt weiß ich wie das bei den Fernsehsendungen geht! Bei Zuhause im Glück trocknet ja auch nix! Da wird die Tapete direkt in den feuchten Putz geklebt-wahrscheinlich alles mit Blitz- und Superschnell- Mischungen gemacht.
Also, ich werde bald Bericht erstatten, mal sehen wie sich der Wunderestrich so macht. Bis dahin-schnell die letzten Terrassendielen verschrauben und dann den Grill an-viel Spaß!
]]>Das Schwierigste (finde ich) ist, ein Level zu halten und das Ganze ohne Berge und Täler glatt zu bekommen. Das könnte man beispielsweise mit Fließestrich erreichen, der ist so dünnflüssig dass er sich selbstständig ebnet und nur noch mit einer „Schwabbellatte“ etwas verteilt werden muss. In meinem Fall musste aber ein Gefälle für eine bodengleiche Dusche gebaut werden und deshalb fiel der Fließestrich raus.
Ich habe den Vortag des eigentlichen Estrichmachens genutzt, um den Raum mit Leisten zu bestücken, über die ich den Beton abziehen kann. Das waren Kiefernleisten mit dem Maß 30 x 17mm (kann aber auch ein anderes Maß oder anderer Werkstoff sein, wichtig ist: nicht zu krummes Holz!). Diese habe ich in etwa 1m lange Stücke geschnitten und je nach Länge 2-3 Löcher gebohrt und gesenkt.

Detailaufnahme: Über diese Leisten wurde der Estrich abgezogen
Diese Leisten habe ich dann mit entsprechend langen Schrauben am Boden befestigt (Bohrhammer, 8er Dübel, das geht eigentlich recht flott). Zwischen den Leisten habe ich einen Abstand von etwa einem Meter gelassen. Als alle Leisten verlegt waren, habe ich angefangen, diese auszurichten. Man braucht dazu ein Maß von der fertigen Bodenhöhe aus (z.B. Nachbarraum oder eben Meterriss festlegen) und richtet mit der Wasserwaage/Richtscheit an jeder einzelnen Schraube die Leisten aus. Durch das ein- und ausschrauben kann man jeden Verbindungspunkt millimetergenau justieren. Noch schöner (nächstes mal) wäre sowas sicher mit einem Roationslaser und Empfänger. Wenn jetzt jede Leiste gelevelt ist und auch die Leisten untereinander schön gerade liegen (bzw. in meinem Fall noch ein Gefälle, auch mit diesen Leisten, gebaut wurde) kann man den Estrich einbringen.
Ich habe ja beim letzten mal schon erwähnt, dass hier ein Schnell-Estrich (Sopro Rapidur M5) verwendet wurde, und ich muss sagen, das Zeug ist der Hammer! Es ist relativ trocken, hat ungefähr die Konsistenz von feuchtem Torf und lässt sich sehr gut verarbeiten.

Abziehen und Entfernen der Leisten
Der Estrich wurde Stück für Stück eingebracht und mit einer langen Latte bzw. einem Putzbrett über den nivellierten Leisten abgezogen. Hat man ein Feld fertig, wird die Leiste wieder herausgenommen und der entstehende Schlitz wiederum mit Estrichbeton gefüllt. Mit einem Reibebrett wird die Oberfläche schön plan gerieben.
Man sollte versuchen, die Schraubenköpfe schön sauber zu halten, denn wenn der Akkuschrauber-Bit nicht mehr fassen kann, bekommt man die Schraube nicht mehr los (nicht, dass mir das passiert wäre…) – also den Kopf mit Klebeband o.ä. vor Dreck und Beton schützen.
Richtige Estrichbauer lachen sich wahrscheinlich kaputt über diese Methode mit den Leisten, aber ich bin damit wirklich hervorragend gefahren, ich habe noch nie so einen schönen Estrich gemacht. Und soooo zeitintensiv war die Vorbereitung nun auch wieder nicht. Für größere Räume würde man dann größere Abstände zwischen den Leisten nehmen und mit einer längeren Latte abziehen. Ich bin jedenfalls sehr glücklich über das Ergebnis:

Ist er nicht wunderschön geworden?
Für die Dusche wurde kein fertiges Element (wie bei mir im Bad) benutzt, sondern eine Ablaufrinne eingearbeitet und das nötige Gefälle (etwa 2%) von den Wänden zur Rinne mit dem Estrich gemacht. Auch das ist gut geworden und ich freue mich, eine (für mich) tolle Methode für spiegelglatte Estriche gefunden zu haben.
Von Sopro gibt es übrigens auch Fließestriche in Blitz (Sopro Rapidur FE), nach einem Tag belegbar und für Schichtdicken bis 70mm.
Normaler Estrich muss übrigens immerhin rund 6 Wochen trocknen und da ist diese Zeug schon eine echte Zeitersparnis. Und wo habe ich die Info her? na? na? Aus dem BAUSTOFFHANDEL! Wer weiß, zu welcher Pampe mir im Baumarkt geraten worden wäre… Die Duschrinne hat allerdings im Baumarkt nur ein Fünftel vom Baustoffhandelmodell gekostet. Also, hat beides seine Vor- und Nachteile.
Den Estrichraum werde ich diese Woche noch mit Reibeputz, Fliesen und Fugen anhübschen und danach geht’s vielleicht auch mal zuhause etwas voran. Euch bis dahin einen schönen Sonntagabend und ich trinke noch ein Glas Rotwein auf Sopro Rapdiur 
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Das laufende Projekt der Baunebentätigkeit (Bad-Umbau, von dem ich neulich über den Estrich berichtet habe) werde ich in den nächsten Tagen abschließen und meinen Nachbarn musste ich für ein kleines Trockenbauprojekt leider absagen. Der Tag hat halt nur 24 Stunden…
Übrigens macht Kleinmosaik fliesen nicht so richtig viel Spaß. Dennoch ein Tip: die Reihen bekommt man schön gerade wenn man z.B. mit einer Zahnkelle die Fugen ausrichtet. Achja, und Fliesen auf Rauhputz (wahrscheinlich auch auf anderen Gipsputzen) hält nur, wenn man vorher grundiert. Das als Erkenntnisse der letzten Woche.
Zur Verbesserung meiner Verputzungstechnik bin ich übrigens auf dieses praktische Hilfsmittel gestoßen:
Gerade Wände verputzen ist ja nicht so schwer, aber sobald sie uneben sind oder die Putzdicke etwas stärker ist, bietet sich ein Abziehen über Schienen an (ähnlich wie beim Estrich, ich berichtete ja…), damit man Berge und Täler vermeidet. Dazu gibt es einmal die normalen Putzschienen aus Metall, man kann das Ganze aber auch mit Mörtelbändern gestalten. (Die richtigen Profis brauchen nichts davon: LINK)
Die Wasserwaage (oder gerade Holzlatte oder passendes Rechteckrohr) wird mit den Abstandshaltern an der Wand nivelliert und abgestützt bzw. verkeilt. Die Putzdicke ist der Abstand zwischen Wand und Wasserwaage. Nun wird neben der Wasserwaage mit Schnellmörtel schräg angeputzt und dann mit dem Abziehschlitten entlang der Wasserwaage abgezogen. Nun hat man ein glattes Mörtelband auf dem richtigen Level. Nach Aushärtung wird überschüssiger Mörtel dann mit einem Rabott:
abgestoßen. Ich mache ja selten Werbung, aber diesen Abziehschlitten gibt’s hier und ich fand die Idee so gut, dass ich sie hier mal vorstellen wollte. Mein Praxistest folgt dann irgendwann, wenn ich was zu verputzen habe…vielleicht im Herbst oder Winter.
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]]>10. „schalter und steckdosen tauschen mit nebengewerbe“
9. „gibt es laser für schiefe wände spachteln“
8. „wie und in welcher richtung steckt man led lampen in rigipsdecke“
7. „wie wende ich beim hausbau den satz des pythagoras an“
6. „nicht tragende wand entfernt alle zargen verzogen „
5. „streichrauhfaser kabelschlitze“
4. „feuerfester bauschaum“
3. „reibeputz fußboden“
2. „streichraufaser über fliesen“
and the winner is:
1. „dachboden mit bauschaum demmen“
Apropos Dachboden: Nach Abschluss des Kapitels „Spachteln und Schleifen“ kommen jetzt die ersten Oberflächenarbeiten, und das sind motivierende Tätigkeiten, denn die Räume sehen plötzlich ganz anders aus („warte ab, wenn erstmal Farbe drauf ist!“). Als Wandbelag habe ich mir einen feinen Reibeputz ausgedacht.
Ich glaube, Putz ist im Innenbereich eine oft unterschätzte Wandgestaltung. Es gibt halt nicht nur Farbe und Tapeten. Viele denken bei „Putz“ an Außenputz oder groben Rauhputz mit dem Charme eines bayrischen Wirtshauses.
Aber feiner Putz mit 1 – 2 mm Korn sieht im Innenbereich meiner Meinung nach total gut und filigran aus und hat überhaupt nichts grobes oder rustikales. Ich habe einen Reibeputz mit 1,5mm Korn gewählt, hier mal ein Detailbild der Struktur:
Bevor aber geputzt werden kann, muss erst grundiert werden! Was aber tut eigentlich Grundierung?
Eine Grundierung sperrt in diesem Fall die Gipskartonwand ab und sorgt dafür, dass sie nicht mehr so viel Wasser aufsaugt. Würde man ohne Grundierung verputzen, zöge die Wand zu schnell und zu viel Feuchtigkeit aus dem Putz, und dieser würde Risse bekommen oder sogar wieder abfallen. Und da man selbst im Baustoffhandel meines Vertrauens unsicher war, ob nun Tiefgrund oder Putzgrund das Richtige ist, und da ich zwei verschiedene Verkäufer zu verschiedenen Bauphasen habe, ist jetzt ein Raum mit Tiefgrund und einen mit Putzgrund 
Tiefgrund ist auf jeden Fall nicht verkehrt und ist auch die richtige Wahl wenn z.B. tapeziert werden muss. Er wird mit dem Quast aufgetragen und ist relativ farblos.
Der Putzgrund ist schon weiß eingefärbt, das ist praktisch, wenn man im Reibputz kleine Riefen hat, an denen sonst das grün der GK-Platte rausschauen würde. Weißen Reibeputz auf weißem Putzgrund muss man sehr wahrscheinlich nicht nachstreichen. Und es gibt noch einen Vorteil: Der Putzgrund hat nach dem Trocknen eine leicht griffige Struktur durch kleine Partikel, die die Haftung des Putzes verbessern. Also: Beides geht, Putzgrund ist noch besser.
Nach dem Trocknen (12-24 Stunden, je nach Herstellerangabe) kann dann verputzt werden. Ich nutzte diese Zeit, um noch eine Kaminofenklappe auszutauschen. Wenn mal irgendwann ein Ofen kommt, muss die Klappe sowieso neu (Auflage Schornsteinfeger), und da Staub und Dreck eh grad Thema sind, hab ich die dann mal neu gemacht.
Zunächst wird die alte Luke rausgestemmt, ganz konventionell mit Hammer und Meißel:
Die neue Klappe wird dann nicht geschraubt oder genagelt (nein, auch BAUSCHAUM ist keine Option! Aber vielleicht geht es mit dick aufgetragener Streichrauhfaser?) sondern mit Schnell-Zement eingemauert. Es muss kein Feuer-sonstwas-Zement sein, jeder normale Zementmörtel ist hitzebeständig genug dafür. Schnell/Blitzzement deshalb, weil man ansonsten die Klappe für die Trocknungszeit fixieren müsste, damit sie nicht wieder rauskippt.

Sopro hat wieder alles gegeben!
Ich wählte einen Montagemörtel von Sopro, und wie es bei Sopro immer so ist: das, was sie machen, machen sie gut. In diesem Fall wurde scheinbar Priorität auf die Silbe „Blitz“ gelegt, und tatsächlich wird das Zeug in gefühlten 3 Mikrosekunden knüppelhart. Da is nix mit nochmal schön modellieren und nachreiben und anhübschen! Zack-feddich. Fest.
Das ist übrigens auch der Grund, warum es weder hier noch sonst irgendwo Bilder vom Einbau einer Ofenklappe gibt. Es gibt immer nur vorher-nachher-Bilder und Videos (das hier zum Beisipel), weil der Blitzzement so schnell trocknet, dass zum fotografieren keine Zeit bleibt. Daher hier auch nur das Nachher-Bild:
Achja, die Ränder des Loches, also die Stellen, wo der Highspeedzement aufgetragen wird, müssen natürlich abgefegt und vorgenässt werden. Generell ist vornässen (mit Quast oder so) beim Hantieren mit Zement, Mörtel usw. immer eine gute Idee, denn das ist zumindest eine rudimentäre Haftbrücke und das Zeug wird besser halten als auf trockenem oder gar staubigem Untergrund.
Dann wird die Klappe in ein üppiges Mörtelbett (an allen vier Innenseiten der Öffnung) gedrückt und (schnell) gerade ausgerichtet. Die Innenseiten werden dann mit der Kelle geglättet, schnell, schnell, dann noch Außen bisschen dran, oooohhhh, bloß schnellll….überschüssigen Mörtel abstreichen, bisschen glätten – ups, zu Granit geworden.
Wenn die Klappe schön sitzt, kann man die Tür wieder einhängen (die sollte man während der Montage rausnehmen, damit die Klappe durch das Türgewicht nicht rausfällt) und alles ist schön:
Nun geht’s aber mit dem Putz los! Viele haben Angst davor, aber wenn man es eingigermaßen kann, ist es fast noch leichter als tapezieren. Ich habe mir das übrigens von „M1MOLTER“ abgeschaut, der einen Youtube-Channel mit tollen Heimwerkertips betreibt. LINK
Ähhnlich wie beim Spachteln und wie bei vielen anderen Tätigkeiten auch, gibt es meistens ein Geheimnis, und wenn man das weiß, geht’s wie von selbst. Beim Reibeputz ist das Geheimnis: „Auf Kornstärke aufziehen“ (ist ja eigentlich gar kein Geheimnis). Man trinkt also ein paar Korn, bis man eine gewisse Kornstärke erreicht hat, und dann haha
Der Reibeputz (hier: Fertigmischung von Laier) wird mit der Traufel auf die Wand aufgetragen. Für mich hat sich eine Arbeitsrichtung von unten nach oben bewährt.
Kornstärke heißt, dass die Putzdicke beim Aufziehen der Kornstärke (1,5mm in diesem Fall) entspricht. Dazu sollte man die Traufel ungefähr in diesem Winkel halten:
Wenn man zu „scharf“ aufzieht (Winkel Richtung 90° zur Wand), trägt man den Putz zu dünn auf, wenn man den Traufel zu flach hält, wird der Putz zu dick. Und das merkt man spätestens beim Abreiben. Hat man den Putz nämlich vollflächig aufgezogen, wird mit einem Reibebrett die Struktur hineingebracht. Ich mache immer Kreisbewegungen, aber auch horizontale, vertikale oder sonstwas-für-Bewegungen wären denkbar.
Beim Abreiben muss es sich also so anfühlen, als würde man Kieselsteine auf die Straße schütten und dann ein Brett darauf herumreiben. Es muss ganz leicht gehen! Wenn es sich klebrig, zäh und schwer anfühlt und die Struktur nicht gleichmäßig wird, ist der Putz zu dick. Das Reibebrett muss immer wieder an der Traufel abgestrichen werden, damit es frei von überschüssigem Putz ist. Abgerieben wird übrigens eher von oben nach unten, weil ja immer was runterfällt.
Ganz am Ende gehe ich nochmal mit groooßen Kreisbewegungen über die Fläche, schaue mir das Ganze gut an und korrigiere hier und da noch Unregelmäßigkeiten in der Struktur.
S0 vorgegangen, habe ich einen Raum in ziemlich genau einem Tag geschafft. Und es sieht gut aus!
Die Wände sind kaum wiederzuerkennen. Und ich erst:
Beim Putzen der Dachfenster-Innenseite-oben-über-Kopf wird dann auch schonmal die Visage gesprenkelt.
Zum Schluss noch eine Umfrage: Hier dürfen die Blogleser entscheiden Anregungen geben!
In welcher Farbe sollen die Holzbalken gestrichen werden? Hier sind sie nochmal im fertig geputzter Umgebung zu sehen:

Hell? Dunkel? Gelb? Grün? Ein frisches Mausgrau?
Also bitte die Farbvorschläge als Kommentar hinterlassen.
Nächstes mal geht es weiter mit der Strom-Arie! Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich elektrische Dinge hier zeigen, geschweige denn erklären sollte? Vielleicht lieber was harmloseres.
Dann zeige ich halt doch endlich mal, wie man ein Vogelhäuschen baut.
Aus Silikon, Bauschaum und Streichrauhfaser.
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Elegant wie Superman in seinen besten Jahren inspizierte ich diese Wand:

Treppenförmige Risse in der Wand
Risse, überall Risse. In der Wand, in der Wand des Nebenraums, auf der anderen Seite, in einem weiteren Raum. Was war hier los?
Bei sowas sind Schnellschüsse und voreilige Vemutungen meistens falsch. Man muss erstmal über die Dinge nachdenken. Ich habe tatsächlich ein paar Tage nachgedacht, nochmal geschaut, ein bißchen geforscht, wieder nachgedacht, mir einen Plan zurechtgelegt und bin dann ans Werk gegangen. Alles im Wandretter-Cape, natürlich.
Die hier zu sehende Mauer ist ein Bauwerk mit einem Alter von wenigstens 100 Jahren, das in letzter Zeit merkliche Risse bekommen hat. Es ist keine tragende Wand, weil die Betondecke auf einem Träger aufliegt, der die Wand überspannt. Trotzdem sollte man solch massiver Rissbildung auf den Grund gehen. Die Ursache ist, dass jahrelanges Überlaufen und Wegsickern von Wasser aus einer Regentonne das Fundament an dieser Stelle unterspült hat und ein Teil der Wand daher rund drei Zentimeter abgesackt ist.
Wobei, Fundament ist übertrieben, die Wand wurde etwa 60 Zentimeter ins Erdreich gemauert und gründert auf einem Streifen aus Schutt und kleinen Betonanteilen. Ich denke, dass die Regentonne einem modernen Fundament nicht so viel ausgemacht hätte.
Mein Plan war, nicht nur die Risse auszubessern, sondern das Fundament zu stabilisieren. Dazu muss man unter das bestehende Fundament kommen; wenn man dieses aber komplett untergräbt, sackt die Mauer ja erst recht ab. Klassich wird dann von beiden Seiten neben der Wand bis zur Sohle und halb unter das Fundament gegraben und dann dort Verstärkungsmaßnahmen eingeleitet.

Sohle unter dem Fundament erreichen
Da auf der einen Seite aber ein gefliestes Ladengeschäft ist und die Wand ja nicht tragend ist, entschied ich mich für eine einseitige Variante. Und bis jetzt hat es gehalten! (ok, ist erst ein paar Wochen her…)
Ich grub also neben der Wand einen etwa 30 cm breiten Graben, der so tief wie die Wand war, und grub auch etwas unter das Fundament. Nun habe ich in jedem Ziegelstein einen Anker eingebracht. Die gibt es in professionell (hier zum Beispiel), ich habe alleredings die Variante do-it-yourself gewählt, bedeutet: Einen Baustahl von 10mm Stärke genommen, ihn in 30 cm lange Stücke geschnitten und nun jeden Ziegelstein mit einem 12mm-Bohrer mit einem Loch versehen. In das gesäuberte Loch kommt Montagekleber von der guten Sorte, und der Anker wird eingesetzt.
Unter die Anker habe ich noch eine Stahlbewehrung angebracht und diese mit Draht mit den Ankern verbunden.
Ob man das so macht? Keine Ahnung! Aber ich finde es sehr stimmig, außerdem ist die Wand (erwähnte ich das schon?) nicht tragend und ich werde es schon die nächsten Monate bis Jahre beobachten und dann hier Bericht erstatten.
Das Ganze wurde dann mit Beton aufgefüllt:
Wichtig dabei ist, dass der Beton gut verdichtet wird, also kräftig drin rumstochern, damit er überall hinkommt und schön dicht ist. Das muss jetzt erstmal ein wenig trocknen und beim nächten Mal geht es dann darum, wie die Risse verschlossen werden und eine Wandseite neu verputzt wird.
Bis dahin bleibe ich einfach in dieser Telefonzelle.
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Erstmal ein Rotationslaser für Meterrisse oder Deckenabhängungen und natürlich auch für den Bühnenbau… da wäre es noch interessant, ob man den fixieren und kippen kann (Dachschrägen), das weiß ich leider nicht ABER VIELLEICHT SCHICKT MIR STABILA JA EIN TESTGERÄT DANN KÖNNTE ICH JA HIER DAVON BERICHTEN
(total erfolgreicher Heimwerkerblog Handwerkerblog Werkzeugblog Werkzeugtest Testgeräte kommen immer super weg Traumhafte Zugriffszahlen)
Dann gibt es einen Lotpunkt unter dem Gerät und ein Lot-Kreuz über dem Gerät; zwei Vertikallinien, die einen 90°-Winkel bilden, dazu noch verstellbar ohne den Lotpunkt zu verlieren-das ist das eigentlich Neue, und es erlaubt Trennwände im 90°-Winkel aufzustellen ohne Pythagoras zu googeln 
Des Weiteren möchte ich nochmal den Blick auf die Seitenleiste lenken, dort findet sich Michas Holzblog, auf den ich neulich stieß, als ich nach Bauanleitungen für Fensterläden suchte. Wenn wir mal die Fassade machen, würde ich gerne Fensterläden anbringen (deren Position ich dann vom Nachbarort mit dem Lax 400 bretthell auf das Gemäuer projiziere, die ganze Nacht!) und Michael Hild hat dafür letztes Jahr eine Anleitung geschrieben, bei der mir die Ohren wackeln. Um eine solche Qualität zu erreichen, muss ich allerdings wohl fünf Jahre Holzbau studieren und den Wert meines Hauses in Festool-Werkzeuge umsetzen, aber vielleicht kann man ja zumindest mit dieser Anleitung als Basis, sagen wir mal, ein befriedigendes Niveau erzielen („Hömma, wenn die Dinger da oben hängen sieht dat sowieso kein Mensch mehr! Und warte ab wenn erstmal Farbe drauf is!“) Auf jeden Fall meine Hochachtung vor dem Holzkünstler! Ich mache ja eigentlich nicht so viel mit Holz, und mit Metall noch weniger, bei mir ist irgendwie immer nur Staub und Dreck und alles was schmiert und matscht.
Achja, und da gehts nun auch weiter:
Beim letzten Mal habe ich ja den Aufbau des Hilfs-Fundaments beschrieben, jetzt, da die Wand hoffentlich gefestigt ist, müssen die Risse ausgebessert werden. Die Vorgehensweise ist auch bei Fassadenrissen ähnlich.
Es sind Risse „breit“ und „schmal“ zu unterscheiden. Die schmalen Risse habe ich mit Beko Strukturdicht gefüllt. Das ist ein Acryl mit Marmorgranulat, hat dadurch eine körnige Konsistenz, ist dehnfähig und schwundarm (also alles Eigenschaften, die das Billig-Acryl aus dem Baumarkt nicht hat). Von anderer Stelle wurde mir auch mal Henkel Sista F134 empfohlen. Geht wahrscheinlich genauso gut.
Die größeren Risse habe ich mit Mörtel gefüllt. Das setzt immer voraus, dass der Riss einigermaßen sauber ist; als Haftbrücke wird der Riss mit Wasser und Quast reichlich vorgenässt. Der Mörtel wird dann auf die Traufel gegeben und mit einer Fugenkelle tief in den Riss hineingeschoben.
Nun ging’s ans Verputzen. Ich habe mich diesmal dafür entschieden, Armierungsgewebe einzuarbeiten, damit der Putz mehr Stabilität und keine Risse bekommt.
Zunächst wird der Unterputz mit der Traufel aufgezogen. Ist genau das gleiche Zeug wie der Oberputz; der Unterputz ist einfach die erste Schicht, nur auf Kellendicke abgezogen, die das Bett für das Armierungsgewebe bildet. Auch beim Verputzen muss loser Flädderkram von der Wand abgemacht und diese dann gut genässt werden.
In den noch feuchten Unterputz wird nun das Armierungsgewebe mit der Traufel schön eingebettet. So wird jetzt Bahn für Bahn vorgegangen, wobei die Bahnen sich immer etwa 20cm überlappen müssen.
Wenn der Unterputz trocken ist, kommt der Oberputz dran. Ich habe nun endlich mal meinen Abziehschlitten ausprobiert, den ich hier schonmal vorgestellt habe. Im Abstand von 1-1,5 Meter habe ich also Mörtelbänder erstellt und diese auf 2cm Putzstärke abgezogen.

Latte (oder Wasserwaage) anstellen, festkeilen, mit dem Schlitten abziehen und zack:
Der Unterptz sollte nun etwas trocknen, und dann wird zwischen den Bändern der Oberputz aufgetragen. Wenn die Schichtdicke mehr als 10mm beträgt, muss man in mehreren Gängen arbeiten. Mehr als 20mm macht der Putz nicht mit, dann gibt es feine Risse. Zumindest bei diesem Putz (Hagalith Haftputz) war das so.
Mit einem Richtscheit (kann auch ein Brett sein) wird nun der Putz auf die Stärke der Mörtelbänder abgezogen. Überschüssiges Material fällt automatisch runter, und Dellen muss man dann halt etwas auffüttern. Das Prozedere wird so oft durchgeführt, bis das Ganze schön eben ist.
Nun muss die oberste Lage etwa drei bis vier Stunden antrocknen, wird dann gefilzt (mit einem Filzbrett, das ist kein Schwammbrett, und Wasser abgerieben) und dann mit einem Reibebrett nachgeglättet.
Der Abziehschlitten macht natürlich nur bei einer gewissen Putzstärke (1-2 cm) Sinn. Wenn eine glatte Wand nur nachgespachtelt werden soll, kann man einfach auf Kellenstärke abziehen und dann glatt reiben. So wäre auch der Gedenke bei meiner Fassade: Ein dünner Unterputz mit Armierungsgewebe, und obendrauf ein Reibeputz. Aber der Gedanke muss noch ein wenig reifen und ich würde dann vielleicht erstmal an einer unauffälligen Schuppenwand probieren gehen.
Oder ich mache es so: Überall, wo dann mal mal eine Delle oder Macke im Putz ist, wird einfach ein Fensterladen drübergenagelt!
Wobei, wenn erstmal Farbe drauf ist…
]]>Im Februar, also ungefähr vier Wochen lang mit 2-3 Tagen pro Woche, habe ich (mal wieder) ein Badezimmer umgebaut, nicht für mich, sondern für einen Kunden, den ich hier natürlich nicht namentlich erwähnen kann, weil sonst gleich tausende von Leuten wissen, dass ich über Familie Müller aus Minden schreibe 
Ich bin nun fast in den letzten Zügen und werde diese Projekt, weil es so schön ist, in den nächsten paar Artikeln vorstellen. Wie immer gibt es dann einen vorher-nachher-Vergleich, wenn ich am Ende noch meine Finger bewegen und mich zum Computer schleppen kann.
Das vorher-Bild gibt’s schonmal! Auftrag: Aus zwei kleinen Bädern ein großes machen. Also komplett entkernen, alles raus, Zwischenwände entfernen, neue Trockenbauwand errichten, Fliesen, Sanitär. Dannwollenwirmal!
Da ich mit Sanitär nicht um kann habe ich wieder mein Onkelchen ins Boot geholt, der die zukünftige Wellness-Oase fachgerecht mit Leitungen und Objekten zum Duschen, Baden und Ka Pipimachen ausgestattet hat.
Raus geht ja immer einfach! Wobei, vor dem Entfernen von Wänden sichere ich mich immer gerne ab. Wenn man eine rauskloppt und die ganze Bude bricht zusammen, will ich ungern der Schuldige sein. Also hat man wohl einen Statiker beauftragt, der allen Ernstes gesagt haben soll: So sicher bin ich mir da jetzt auch nicht, stellen Sie am Besten eine Baustütze drunter und kloppen Sie ein bißchen was weg, mal schauen, was passiert. Wenn ich für so eine Aussage noch ne Rechnung schreiben darf, werde ich auch Statiker 
Es war aber so, wie wir uns alle gedacht haben, die Wand war nicht tragend. Folgende Argumente sprechen für eine nichttragende Wand, nur mal so als Tendenz:
– Die Wand ist nicht dick
Zwischenwände sind oft aus 11cm breiten Steinen gemauert (plus Putz ist man dann so bei 15 cm).
– Die Decke ist gestrichen
So war es in diesem Fall: Beim punktuellen Herauspicken der oberen Steinlage hat man gesehen, dass die Betondecke darüber mal durchgängig und weiß gestrichen war. Das spricht dafür, dass die Wand nachträglich eingesetzt wurde.
– Holzbalken liegen nicht auf
Bei Holzbalkendecken sind Wände, die quer zur Balkenlage laufen, eher tragend. Dazu muss man nur wissen, wie die Balken verlaufen
Bei uns zuhause konnte ich damals auf dem Dachboden eine Diele losnehmen und habe das dann gesehen.
– Oben steht keine Wand drauf
Mal ein Stockwerk höher schauen, ob an der gleichen Stelle eine Wand auf der zu entfernenden draufsteht. Wenn ja, kann man unten mal Richtung Decke ein Steinchen entfernen und sieht, ob die Wand nach oben durchgeht oder die Decke dazwischen ist.
Alle diese Hinweise sind natürlich kein Ersatz für die fundierte Aussage eines Statikers, wie oben beschrieben.
Innerhalb von zwei Tagen waren jedenfalls die Wände umgelegt und an Wänden und Boden die Fliesen entfernt. Ja, man kann auch Fliese auf Fliese kleben, aber hier handelte es sich um zwei verschiedene Räume mit unterschiedlichen Fliesen, da ist das nicht schön. Außerdem war das 60er-Jahre-blau links im Bild auch nur halb hoch gefliest, während das Endprodukt dann raumhoch werden sollte. Fliese auf Fliese ist eigentlich nur zu empfehlen, wenn man genau die selbe Fläche 1:1 überfliesen möchte. Ansonsten heißt es: Alte Fliesen ab und neu verputzen. Achja, das ham wa ja schonmal gemacht!
Ja, es musste sein! Dieses mal nicht nur, weil es mir so viel Spaß macht, Werkzeug zu kaufen! Bisher habe ich immer Mischzeug im Mauererkübel mit Bohrmaschine und Quirl angerührt, aber seit ich das bei diesem Projekt gemacht habe, hatte ich ein paar Tage das Gefühl, ich spüre meine Hände nicht mehr. Die Bohrmaschine reißt jedes mal am Handgelenk, die Mischung wird nur halb gut, und für die Maschine ist es auch nicht so dolle. Aber das alles lernt man erst zu schätzen, wenn man einmal mit einem richtigen Rührwerk gearbeitet hat. Seitdem freue ich mich jeden Tag über den Collomix XO-1. Mit den beiden Griffen liegt er total gut in der Hand, und -ich weiß nicht warum, aber es ist so- er mischt den ganzen Kübel durch, ohne trockene Reste am Boden. Halleluja!

Putzbänder für den Abziehschlitten
Beim Thema Verputzen war ich ja noch in Übung. Auch hier habe ich wieder mit dem Abziehschlitten gearbeitet. Ich habe mit Mörtel etwa 1,5 Meter ein Putzband auf Niveau des noch stehengebliebenen Alt-Putzes gezogen und dann am nächsten Tag zwischen den Bändern verputzt und abgezogen. Da ich ja auch drauf gefliest habe, kann ich im Nachhinein sagen: es ist glatt geworden! Nicht wellig, nicht huppelig, nicht mit zwei Zentner Fliesenkleber ausgleichen!
Und es geht vor Allem schnell. Auch hier habe ich wieder Hagalith Haftputz für Feuchträume benutzt. Das Zeug haftet gut und lässt sich sahnig verarbeiten. Allerdings darf man es mit der Stärke nicht übertreiben: Mehr als 20mm sackt runter und gibt kleine Risse.
Für das Fenster habe ich Eckschienen verarbeitet. Das hat dan Vorteil, dass man einen geraden Abschluss hat. Ähnlich wie beim Trockenbau (habe ich hier mal erklärt) wird die Schiene erst angesetzt und dann quer zur Schiene mit der Traufel verputzt.
Bei der Endbehandlung ist es übrigens so: je feiner man die Putzoberfläche haben will, desto feiner muss das Reibebrett sein. Ich habe nach dem Antrocknen einfach mit einem normalen Reibebrett abgerieben, weil ich eine körnige Oberfläche gut fand (gute Haftung für den Fliesenkleber etc.), man kann es aber auch mit einem feinen Filzbrett richtig glatt hinbekommen. Aber so richtig babypopoglatt ist schon eine Kunst. Aber wenn das jeder könnte, wäre Stukkateur/Putzer auch kein dreijähriger Lehrberuf.
Ein bißchen Kummer gemacht hat uns übrigens der Fußbodenaufbau. Geplant war, auch wegen der niedrigen Deckenhöhe, ursprünglich eine bodengleiche Dusche. Der vorhandene Boden aber besteht aus einer 2 cm starken Estrichschicht, und darunter sind Beton-Hohlsteine (etwa 6 cm hoch), die auf einem Gitter aus sternförmig angebrachten Metallträgern liegen. Darunter kam dann ein etwa 1m hoher Hohlraum. Einen solchen Aufbau habe ich ehrlich gesagt noch nie gesehen, aber man lernt ja nie aus. Eine bodengleiche Dusche hätte man hier also nur mit erhöhtem Aufwand einbauen können. Fertige Elemente für nur 2 cm Estrichhöhe gibt es eigentlich nicht, auch für Gefälle-Estrich per Hand ist es zu wenig, geschweige denn um eine Ablaufrinne stabil einzubauen. Man hätte das ganze Duschfeld herausnehmen und dann vom Bodenniveau aus aufbauen können, aber das ist schon sehr aufwändig. Also hat man sich für eine flache Duschtasse (8 cm oder so) entschieden. Gottseidank 
Es stellte sich dann noch heraus, dass der ursprünglich rechte Raum eine kleine Vorwand hatte (aus die Außenwand 2cm Styropor + 7cm Porenbeton), die ich dann in der linken Hälfte auch noch erstellt habe. Ich habe mir dafür mal eine Porenbetonsäge geliehen (ja, viele sagen YTONG), und damit geht das Ganze noch leichter von der Hand und die Wand stand Ruck-Zuck. Auch hier habe ich, ähnlich wie bei meinem Fundamentprojekt, wieder Maueranker gesetzt, damit die Vorwand nicht irgendwann von der Hauptwand kippt und den Duschenden erschlägt.
Also, Stand der (Blog)Dinge: Fertig gemauert und verputzt! Das nächste mal geht es weiter mit Trockenbau: Zwischenwand, dieses mal mit „richtigen“ UA-Türprofilen, doofes Vorwandelement verkleiden, Decke minimal abhängen und so weiter.
Hach, wenn ich das so lese, habe ich doch schon wieder Lust aufs bauen. Ich schnappe mir mal meine Krücken, die Wärmflasche und das Körnerkissen, zwei Ibuprofen und…braucht grad noch jemand eine Wand?
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